Gelobt sei Jesus Christus!

Heute möchte ich Ihnen jemand ganz Besonderem vorstellen und zwar Johanne Ladner, geboren 1824 und verstorben 1886 in Württemberg. Also eine Landsmännin von Ihnen und auch sie durfte direkt von Jesus Worte empfangen, die sie niederschrieb und  einem kleinen Freundeskreis vorlas. Johanne war eine einfache, demütige und bescheidene Frau. Sie arbeitete in einer Krankenanstalt in Reutlingen und war dann später an verschiedenen Orten als Wochenbettpflegerin tätig. Immer im Dienst am Nächsten bis ins hohe Alter. Ihre Botschaften, die sie abends nach einem aufreibenden Tagewerk empfing,  wurden als "Vaterbriefe" verlegt und zwar vom Neu-Salems-Verlag in Bietigheim und wurden für viele zu einem Quell des Trostest, der Belehrung und Erquickung ihrer Seelen. Interessant ist, dass die Abteilung für Sekten der Diözese Wien auch diese "Vaterbriefe" erwähnt - doch leider wurden sie weder vom Kirchenblatt noch sonst durch katholische Stellen bekannt gemacht. Finde ich schlimm, denn die Worte von Jesus als Vater zeugen von inniger Liebe und Weisheit und sollten der Bevölkerung nicht vorenthalten werden, auch wenn die Sprache ältlich gehalten ist. Bei göttlichen Durchsagen ist das himmlische Diktat eben dem geistigen Verständnis des Mediums angepaßt - bei Johanne Ladner somit sehr einfach und in der Sprache wie man etwa 1880 redete. Doch gerade dieser Stil hat einen besonderen Charme. Sie werden sich gewiss auch nicht an einer heute nicht mehr üblichen Orthographie stoßen. In zwei Bänden habe ich 369 "Vaterbriefe" und schreibe Ihnen nun mal eine Kostprobe ab:

"Das Reich Gottes hat sich also, als wenn ein Mensch Samen auf's Land wirft, und schläft und stehet auf Nacht und Tag, und der Same gehet auf und wächst, dass er's nicht weiß."   Markus 4,26

"Liebe Kinder! Diese Belehrung über Mein Reich gab Ich schon Meinen ersten Jüngern und Aposteln, deren Eifer sehr groß war Mein Reich, jeden Tag zunehmen zu sehen; doch ihr Begriff von demselben war eben zunächst auch recht viele Seelen zählen zu können, die sich mit dem Munde dazu bekennen. Freilich muß das äußere Bekennen auch damit verbunden sein, denn ohne dieses ist kein weiterer Fortschritt und somit auch kein Wachstum im Innern möglich; doch will Ikch durch Meinen obigen Ausspruch über das göttliche Reich mehr den Zustand des   i n n e r e n   Reiches in einer einzelnen Seele jetzt bezeichnen, und zwar ist dieser gleich dem Samen, der im Herzen muß aufgenommen werden, um dort Wurzel zu fassen und Früchte zu tragen. Der Mensch muß also dabei tätig sein und einen Anfang nehmen zur geistigen Wiedergeburt; er muß Mir dann das Gedeihen anvertrauen; aber in seinem äußerlichen Leben wird nichts Absonderliches davon zu bemerken sein, daß er ein Begnadigter von Mir ist, sondern Alles wird seinen menschlichen Gang fortgehen, nur mit dem Unterschiede,   d a ß   e r   v o n    I n n e n   aus   r e g i e r t    wird.

Wie des Menschen natürliches Wachstum nicht auf einmal geschieht, sondern bloß von Zeit zu Zeit bemerkt wird, so geht es auch mit dem Reiche Gottes. Man wird nach zurückgelegten Zeitperioden sowohl an einer einzelnen Seele ihren Fortschritt bemerken, wenn sie treu bleibt, als auch oft an ganzen Gemeinschaften, die fest bleiben in der Wahl ihres Oberhauptes, und   M i c h   von keinem menschlichen Oberhaupte verdrängen lassen, was leider so oft geschieht, und zwar nicht immer durch Unwachsamkeit, sondern sogar durch zu großen Eifer, so daß nicht Ich mehr der Hauptleiter solcher Gemeinschaften bleibe, sondern der Hauptgehorsam einem menschlichen Stellvertreter gilt.

Darin liegt auch der Grund, warum einzelne Seelen, die Ich ganz zu Mir ziehe, weil sie redlichen Herzens sind und Mir ganz angehören wollen, in solchen Gemeinschaften, den wahren Frieden nicht finden!

Mein Reich ist im Anfang in einer Seele sehr klein und verdeckt, und wird erst durch die   L i e b e   z u    M i r   immer größer. Damit aber diese Liebe nicht abnimmt, wie etwa durch die Befriedigung äußerer glücklicher Verhältnisse, deren es vielerlei gibt, wie z. B. einen treuen Freund, auf den man sich sicher verlassen kann, oder Reichtum, der vor Sorgen schützt, oder großes Ansehen, das wohl einen blendenden Wirkungskreis uns bietet, aber wobei oft nichts für Mich erzielt wird, als Heuchelei, so benütze Ich alle diese Verhältnisse nur zur Gegenwehr und lege oft vielerlei Kreuz in sie, welche Meinen wahren Kindern das Mangelhafte solcher Neben-Götter klar machen.

Gleichwie das Wachsen eines Samenkorns oder Senfkörnleins einzig nur von Mir abhängt, und kein Mensch dasselbe ohne Mein Zutun befördern kann, also ist auch in dem Reiche des Friedens diese Ordnung, welche zwar der menschlichen Pflege überlassen wird; aber das Gedeihen habe Ich dennoch nach Meiner Weisheit und Liebe Mir vorbehalten.

Sorget daher, daß ihr um das Gedeihen in euch zu   M i r   S e l b s t    kommet, und haltet nicht zu viel auf das eine oder andere der äußeren Form, wodurch ihr oft nur zu leicht glaubt, daß das Wachstum des inneren Lebens davon abhänge.

Jede Berufung durch einen Menschen oder durch eine Gemeinschaft an euch ist bloße   V o r a r b e i t ,   welche Meinem eigenen Eintreten vorausgehen soll und wird nach Meiner Weisheit für euch früher oder später zum Segen.

Bedenket daher, daß Ich euch immer wieder zurufe: 'Ich bin der Herr, dein Gott, du sollst keine anderen Götter neben Mir haben! - denn ohne Mich könnet ihr Nichts tun!   Amen!   Euer Vater'" 

Mit besten Wünschen und Grüssen

Ihre Traudy Rinderer

Anno domini 2009 am 25. März