Gelobt sei Jesus Christus!

Es wird Ihnen gewiß bekannt sein, dass gläubige Juden sich immer noch an strenge Speisevorschriften halten. So darf z. B. Milchiges nicht mit Fleischigem gleichzeitig gegessen werden, sodass es in vielen jüdischen Haushalten zwei Kühlschränke gibt, damit dort schon die Trennung stattfindet. Schweinefleisch darf, Gott behüte, überhaupt nicht gegessen werden. Ist auch nicht gesund und viele Ernährungsberater lehnen Schweinernes ab. Aber, Jesus hat dennoch ein Speckrezept verraten und diese Geschichte finde ich so köstlich, dass ich sie Ihnen abschreibe:

"Wir verdoppelten unsere Schritte und erreichten bald Azionas Wohnhaus, allwo die anderen Jünger unser harrten und Aziona, Hiram und Epiphan, schon ein gutes Mahl für uns in Bereitschaft hielten, bestehend aus Fischen, Brot und Wein. Petrus sagte freilich beiseits zu Mir; 'Herr, Du hast unterwegs zu uns nur vom Brot und Wein geredet, und nun sind auch Fische da! Dürfen wir nun auch Fische essen?'

Aber Ich verwies ihm solch eine echt tempeljüdische, kleinliche Bedenklichkeit und sagte: 'Was dir vorgesetzt wird, das iß, und es wird weder deinem Leibe, noch irgend deiner Seele schaden; nur vor der Unmäßigkeit hat sich jedermann, und somit auch ihr, zu hüten. Was übers Maß ist, das ist für den Menschen vom Übel, Unmäßigkeit im Essen erzeugt Magenkrankheiten. - Unmäßigkeit im Trinken aber erzeugt neben den Magen- und Brustübeln auch die Geilheit des Fleisches und ebiert die Unzucht aller Art und Gattung.

Darum seid in allem mäßig und nüchtern, und ihr werdet in einem stets gesunden Leibe auch eine gesunde und heitere Seele haben! Wer aber da Speise für sich und für andere bereitet, der bereite sie frisch und gut, so wird sie ihm nicht schaden! Dies merket euch auch zu dem vielen andern hinzu!'

Petrus aber fragte noch und sagte: 'Herr, sündigen die sonst oft sehr achtbaren Heiden nicht, so sie das Fleisch der unreinen Tiere essen? Denn uns Juden ist es untersagt, und wer es äße, würde eine grobe Sünde gegen das Gesetz Mosis begehen.'

Sagte Ich: 'Im Notfalle kannst auch du als ein strenger Jude aller Tiere Fleisch essen, und es wird dir gut dienen; denn alle Nahrung, die zu nehmen ein Mensch durch die Not gezwungen wird, ist von Mir aus gereinigt, - nur muß er dabei eine noch größere Mäßigkeit beachten!

Das Fleisch der Schweine ist gut; aber es muß das geschlachtete Tier sehr gut ausbluten, dann bei sieben Tage lang in Salz und Essig mit Thymiankräutl eingeschwert liegen. Darauf nehme man es aus solcher Beize, trockne es mit Linnen gut ab und hänge es dann einige Wochen lang in den Rauch von gutem Holz und Kräutern, bis es völlig hart und ganz trocken wird. So man es dann genießen will, so siede man es zuvor in halb Wasser und halb Wein mit Thymian und Steinwürzlein (Petersilie), und man wird damit ein gutes und gesundes Nährmittel auf dem Tische haben; doch müssen diese Tiere stets im Winter geschlachtet werden.'"   Gr. Ev. Band V, 239, 1-8

Mit besten Wünschen und Grüssen

Ihre Traudy Rinderer

Anno domini 2009 am 15. März