Gelobt sei Jesus Christus!

Im Evangelium des Matthäus 6, 5-8 hat Jesus einen klaren Hinweis gegeben, wie man richtig beten soll. Er sagte:

"Sooft du betest, gehe in deine Kammer und verriegele die Türe und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Beim Beten sollt ihr nicht plappern wie die Heiden. Diese meinen nämlich, sie würden dann Erhörung finden, wenn sie rech viele Worte machen. Macht es nicht so wie diese."

Komisch, dass dieses Evangelium nie in der Kirche vorgelesen wird. Im Grunde ist es völlig gleichgültig, an welchem Ort man betet.

Noch deutlicher sagt uns Jesus wie man beten soll in der Neuoffenbarung. Dort heißt es durch Jakob Lorber:

"Gott ist ein Geist, und die Ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Und dazu braucht es weder einen Berg noch einen Tempel, sondern lediglich ein möglichst reines, liebevolles demütiges Herz."   Gr. Ev. I 24, 13-14

"Wer mit solch einem Herzen Gott liebt, der ist ein rechter Anbeter Gottes des Vaters, und der Vater wird sein Gebet stets erhören und wird nicht auf den Ort sehen, an dem nichts gelegen ist, ob Berg oder Jerusalem, da die Erde überall gleich Gottes ist, sondern allein auf das Herz jegliches Menschen."   Gr. Ev. I 24,15

"Leider gibt es nun unter den Juden eine Menge solcher Narren, und es wird sie auch fürderhin geben, die Gott mit langen Lippengebeten anbeten und meinen, dass das ein wahrer Gottesdienst sei und Gott daran ein Wohlgefallen habe, besonders wenn ein solches Lippengeplärr mit allerleiZeremonien begleitet wird."   Gr. Ev. IX 37,9

"Ein Lob des Mundes und ein Dank der Lippen hat keinen Wert bei Gott. Das Hauptgebet besteht darin, dass ein demütiges Herz demütig bleibt und seinen Nächsten liebt, in der Tat mehr als sich selbst, Gott aber als den allein wahren Vater aller Menschen und Engel über alles."   Gr. Ev. III 207,12

"Es steht zwar wohl geschrieben, dass der Mensch ohne Unterlaß beten soll, so er nicht in Versuchung fallen will; wie läppisch und vollkommen närrisch aber wäre es, wenn Gott von den Menschen ein unablässiges Lippengebet verlangen würde. So ihr mit Füßen, Augen, Ohren und Lippen in einem fort tätig seid und liebt in euren Herzen allzeit Gott und eure armen Nächstn, so betet ihr wah und in der Tat ohne Unterlaß zu Gott."   Gr. Ev. II 111,9

"Es soll eure Liebe zu Mir und euren Brüdern allzeit das vornehmste Gebet sein."                Hi I 165,14

"Um rein weltliche Dinge kommt Mir ja nicht, denn dies seelentötende Git werde Ich euch nicht geben, und würdet ihr Mich auch jahrelang darum bitten. Meine Sache ist es, euch in euren Seelen von aller Welt völlig frei zu machen, nicht aber, euch noch mit derselben zu verbinden."   Gr. Ev. VI 122,2

"Wie ist es ungerecht, wenn der Mensch Mich umgeht und Hilfe sucht bei denen, die aus sich nichts haben, sondern alles nur aus Mir."   Hi I 380,12

"Heißt es nicht im Evangelium: 'Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken?'   Hi I 380,15

"Bedenket, dass ein Monarch wie Ich durchaus keine Vermittler benötigt, sondern: Ich bin alles in allem selbst."   Hi I 385,45

Die letzten drei Zitate sprechen sich gegen Gebete zu Heiligen aus - inclusive Maria. Und was passiert bei einer Priesterweihe? Da liegt der frisch Geweihte auf dem Boden und alle beten die Heiligen-Litanei. Echt krass, würde ich sagen. Auch die Wallfahrten sind nicht im Sinne des Herrn. Dazu meint Jesus:

"Die Heiden veranstalten auch weite Wallfahrten zu den außerordentlichen und besonderen Götzengnadenbildern ... Wer bei Mir eine gute Bitte erhört haben will, der wallfahre in sein Herz und trage Mir ganz im stillen seine Bitte mi ganz natürlichen und ungeschminkten Worten vor, und Ich werde ihn anhören."   Gr. Ev. VI 123 10-11

"Wie sollt ihr für die Verstorbenen beten? .... tragt ihnen gläubig und aus dem Liebesgrund eures Herzens, eben im Herzen das Evangelium vor, und sie werden es vernehmen und sich auch darnach richten. Alles andere Beten nützt keiner abgteschiedenen Seele auch nur im geringsten".   Gr. Ev. VIII 38, 4 - 5

Somit nützen auch die bezahlten Messen nichts. Traurig aber wahr. Nehme an, Sie haben keine besondere Freude mit meinen Briefen, dennoch fühle ich mich verpflichtet Ihnen mitzuteilen, was wahr und was nicht wahr ist.

Mit besten Wünschen und Grüssen

Ihre Traudy Rinderer

Anno domini 2009 am 1. März