Gelobt sei Jesus Christus!

Heute wollen wir uns einmal über Petrus unterhalten. Petrus war ein schlichter Fischer, der    n i e   in Rom war. Keine einzige Silbe findet sich darüber in den Evangelien - im Gegenteil. Er schrieb Briefe von Babylon, wo er die letzten Jahre verbrachte und starb. Die Knochen, die man fand um zu beweisen, dass er doch in Rom war, mußten die Überreste eines anderen sein. Dennoch gibt es im Petersdom ein Grabmal von Petrus mit diesen Gebeinen. Sauber, sog i. (Übersetzung für die Kurie: Pulito, dico io.)

Am besten wird sein, ich schreibe Ihnen ein Gespräch zwischen Jesus und Petrus aus dem 8. Band vom Großen Evangelium ab - Kapitel 161 - 163:

"Sagte Ich: 'Doch wenn des Menschen Sohn dereinst wiederkommen wird, meinst du, Simon Juda, dass Er Glauben finden werde auf Erden? Ja, Er wird ebenso wie in dieser Zeit, nahezu gar keinen Glauben finden, und man wird die verlachen und verhöhnen, die noch an Ihn glauben werden! Aber es werden dennoch auch wieder viele sein, die sich von der Weltweisheit nicht werden blenden lassen und Mein Wort offen verkünden werden; und zu denen werde Ich denn auch kommen bei Tag und Nacht, werde Mich ihnen offenbaren und sie beschützen vor den Verfolgungen der Welt und werde ihnen auch geben die Wundergabe, durch die Liebe den Bedrängten, den Bresthaften und Kranken zu helfen.'

Sagte Simon Juda: 'Herr, wann der Zeit nach wird solches geschehen auf Erden?'

Sagte Ich: 'Simon Juda. Ich habe dir deines mächtigen Glaubens wegen die Schlüssel zum Reiche Gottes gegeben und nannte dich einen Fels, auf dem Ich Meine Kirche bauen werde, die von den Pforten der Hölle nicht besiegt werden solle. Du sollest ein neuer Aaron sein und sitzen auf dessen Stuhle. Ja, du wirst das auch dadurch, dass du Meines Wortes Verbreiter sein wirst mit den andern Brüdern.

Aber, wenn man unter den Heiden wird dessen kundig werden nach etlichen hundert Jahren, da wird man in Rom vorgeben, dass du solchen daselbst gegründet habest. Und die Völker, die mit Feuer und Schwert dazu gezwungen werden, werden den falschen Propheten auch glauben, dass du als ein erster Glaubensfürst solchen Stuhl in Rom aufgestellt habest und vom selben in Meinem Namen die ganze Erde und ihre Fürsten und Völker regierest. Aber siehe, das wird ein falscher Stuhl sein, von dem aus viel Unheil auf der weiten Erde wird ausgebreitet werden, und es wird da nahezu niemand mehr wissen, wo du den rechten Stuhl, den Stuhl der Liebe, der Wahrheit, des lebendigen Glaubens und des Lebens aufgestellt hast, und wer dein rechter Nachfolger ist.

Solch falscher Stuhl wird sich zwar lange halten, viel über tausend Jahre hinaus, wird aber zweitausend Jahre Alters nicht erleben. Und nun rechne, wenn du rechnen kannst!  (vom 30 - 33. Jahr gerechnet)

Wenn der falsche Stuhl wird morsch geworden sein und keinen Halt mehr haben wird, dann werde Ich wiederkommen und Mein Reich mit Mir. Dann werdet auch ihr mit Mir zur Erde kommen und Meine Zeugen vor denen sein, bei denen wir noch den wahren und reinen Glauben finden werden. Aber in jener Zeit wird es denn auch einer großen Läuterung bedürfen, auf dass die Menschen Mich wieder erkennen und allein am Mich glauben werden. ....

Aus dem euch nun Gesagten und Gezeigten werdet ihr nun leicht erkennen und ersehen, warum es zugelassen wird, dass sich mit der Zeit neben dem kleinen und wahren Stuhle Aarons, auf den Ich nun euch setze (geistige Kirche), ein falscher und lange andauernder in der Mitte der Heiden erheben wird, und wie und warum denn auch die falschen Propheten und Lehrer in Meinem Namen sogar zugelassen werden. Ihr aber und eure wahren Nachkommen sollen nicht darauf achten, so sie auch den Ruf aus dem Munde der Falschen vernehmen werden, nach dem Christus hier oder dort sei. Denn Ich werde nie mehr in einem Tempel, aus Menschenhand erbaut, Wohnung nehmen, sondern nur im Geiste und in der Wahrheit derer, die Mich suchen, Mich bitten, an Mich allein glauben und Mich also auch über alles lieben werden; ihr Herz wird Mein wahrer Wohntempel sein, und in diesem werde Ich auch zu ihnen reden, sie lehren und ziehen und führen."

Petrus war ein frommer Jude, der ursprünglich nur an einen Gott glaubte. Nachdem er Zeuge von Heilungen und Wundern durch Jesus war und in seine Lehrer unterrichtet, erkannte er ihn als Sohn Gottes. Durch diesen Glauben nannte Jesus ihn einen Glaubensfels und Simon Juda erhielt den Namen Petrus - was Fels bedeutet. Doch jeder Mensch, der die Göttlichkeit von Jesus erkennt und an ihn glaubt ist ebenfalls ein Fels des Glaubens und diese Gemeinschaft bildet die Gemeinde (ecclesia kann auch als Gemeinde übersetzt werden) von Jesus - also die unsichtbare geistige Kirche und diese kann nicht von den Pforten der Hölle überwunden werden.

Petrus glaubte nun an den Sohn Gottes in Jesus, doch er hatte Probleme mit der Dreieinigkeit. Übrigens nicht nur er. Ich erinnere mich an Predigten am Dreifaltigkeitssonntag, die immer damit endeten, dass es ein nicht zu erklärendes Geheimnis wäre.

Nun zum Gespräch darüber, das ich dem VI. Band des Gr. Ev. Johannes Kapitel 229 und 230 entnommen habe:

"Sagte Petrus: 'Als Du Dich im Jordan von Johannes taufen ließest, da öffneten sich die Himmel, und der Geist Gottes schwebte in der Gestalt einer feurigen Taube über Deinem Haupte, und aus den Himmeln vernahm man in klarer Stimme folgende Worte: <Dieser ist Mein geliebter Sohn, an dem Ich Mein Wohlgefalloen habe, - Ihn sollet ihr hören!>

Und auch bei einer andern Gelegenheit vernahm ich ganz dieselben Worte, darüber wir Dich ganz besonders um eine nähere Auskunft zu bitten und so ganz eigentlich bis jetzt noch nicht getraut haben. Aber da Du nun Selbst uns alle in eine noch richtigere Erkenntnis Gottes leiten willst, so meine ich, dass es nun auch an der Zeit wäre, uns darüber ein größeres Licht zu geben, natürlich nach Deinem göttlichen Wohlgefallen. Denn bis jetzt bist Du für uns nur der wahrhaftige Sohn des Allerhöchsten, wie wir solches sogar aus dem Munde Deiner Leibesmutter wissen, wie der Erzengel Gabriel ihr erschienen ist und sie also angeredet hat: <Gegrüßet seist du, da du Gnade vor Gott gefunden! Der Heilige Geist wird dich überschatten, und du wirst einen Knaben gebären, den sollst du den Sohn des Allerhöchsten heißen!>

Siehe, Herr, das und noch gar vieles wissen wir und können uns der Ansicht nicht erwehren, dass es einmal einen allerhöchsten Gott-Vater im Himmel gibt. Du bist Sein Sohn, und das unfehlbar, und ein Dritter, sicher auch Gott, dem Vater und Dir gleich, ist doch offenbar der Heilige Geist! - Haben wir unrecht, wenn wir also auch unsern Glauben feststellen?'

Sagte Ich: 'Dazu, um euch das vollends zu enthüllen, ist die Stunde wohl noch nicht völlig da; aber sie wird auch nicht lange auf sich warten lassen. Ich aber habe es euch ja doch schon mehrere Male gesagt, als ihr Mich darum anginget, dass Ich euch den Vater zeigen sollte: Wer Mich sieht, der sieht auch den Vater; denn Ich und der Vater sind völlig eins. Der Vater ist in Mir und Ich gleichfalls im Vater. - Wie verstandet ihr denn hernach solches?

Sagte Petrus: 'Wir verstanden das also, und das einer wie der andere: Dich durchdringt allzeit die volle Kraft des Vaters, insoweit Du ihrer nur immer hier auf dieser Erde benötigst, und so ist der ewige und unendliche Vater auch in Dir. Du bist Sein vollkommenstes Ebenmaß. Da aber der Vater als der unendliche, ewige und allgegenwärtige Gott auch um Dich ist und Dich sicher besonders umgibt, so mußt Du auch im Vater sein!'

Sagte Ich: 'Gut, - und was ist denn dann mit dem Heiligen Geiste? Was haltet ihr dann von ihm?'

Sagte Petrus: 'Herr, mit dem wissen wir alle nichts zu machen, obwohl Du Selbst sagtest, dass dem Menschen alle Sünden vergeben werden können, doch eine Sünde wider den Heiligen Geist nimmerdar! Nun bist Du der Heilige Geist offenbar nicht, da Du sagtest, dass Sünden gegen den Sohn vergeben werden können. Der Vater ist das auch nicht, da auch Sünden gegen den Vater noch eher vergeben werden könnten. Nun, wer und was ist denn der Heilige Geist? Wir sahen ihn in der Gestalt einer feurigen Taube. Ist er eine allen Menschen von Adam an verborgen gehaltene Taube. Ist er eine allen Menschen von Adam an verborgen gehaltene dritte Persönlichkeit, oder ist er eins mit dem Vater oder eins mit Dir? Er kann doch nicht heiliger sein als der Vater und Du? ....

Du siehst daraus, dass sogar uns alten Jüngern in der reinen Erkenntnis Gottes noch sehr vieles mangelt, und wir haben daher auch vollsten Grund, uns auf das zu freuen, so Du auch uns in eine noch reinere Erkenntnis Gottes leiten willst.

Bei Moses heißt es gar strenge: Ich, Jehova, bin nur Einer und allein euer Gott! Ihr sollet euch keine fremden Götter neben Mir machen und denken! - Und nun hätten wir nach unseren beschränkten Begriffen drei, und wir sollen dennoch nur an   e i n e n   Gott glauben! Darüber o Herr, täte uns allen noch ein näheres und helleres Licht sehr not; denn darin ist noch keiner von uns so ganz im klaren!'

Sagte Ich: 'Nur an Einen Einzigen sollet ihr glauben, weil es von Ewigkeit her nie mehrere gegeben hat und auch ewig nie mehrere geben wird! Euer Gedächtnis aber ist eben das Stärkste nicht bei euch, dass ihr Mich nun um solches fragen könnet, was Ich doch schon bei tauglichen Gelegenheiten oft genug erklärt habe, - und dennoch seid ihr immer im unklaren über die Hauptsache; denn wie Ich ehedem gesagt habe, dass die vollkommene Gotteserkenntnis des Lebens Hauptsache ist, weil es ohne diese kein wahres, sondern nur ein verwirrtes Maschinenleben gibt, so habe ich euch gar bald darauf gezeigt, was und wer Gott ist - aber euer Gedächtnis ist schwach und kurz!'

Sagten die Jünger: 'Herr, so stärke unser Gedächtnis!'

Sagte Ich: 'Saget lieber: Herr, stärke unser Fleisch und unseren Willen! ....

Nun aber gebet denn wohl acht, und das mit gespannter Aufmerksamkeit! Doch was ihr nun vernehmen werdet, das behaltet vorderhand bei euch und machet Mich nicht vor der rechten Zeit ruchbar! Wann aber dazu die rechte Zeit sein wird, das werdet ihr von Meinem Geiste, der der eigentliche Heilige Geist ist, schon in euch selbst erfahren.

Der Vater, Ich als Sohn und der Heilige Geist sind unterscheidbar eines und dasselbe von Ewigkeit. Der Vater in Mir ist die ewige Liebe und als solche der Urgrund und die eigentliche Ursubstanz aller Dinge, die da erfüllet die ganze ewige Unendlichkeit.

Ich als der Sohn bin das Licht und die Weisheit, die hervorgeht aus dem Feuer der ewigen Liebe. Dieses mächtige Licht ist das ewige vollkommenste Selbstbewußtsein und die hellste Selbsterkenntnis Gottes und das ewige Wort in Gott, durch das alles, was da ist, gemacht worden ist.

Damit aber das alles gemacht werden kann, dazu gehört noch der mächtigste Wille Gottes, und das ist eben der Heilige Geist in Gott, durch den die Werke und Wesen ihr volles Dasein bekommen. Der Heilige Geist ist das große ausgesprochene Wort <Werde!> - und es ist da, was die Liebe und die Weisheit in Gott beschlossen haben.

Und seht, das alles ist nun da in Mir; die Liebe, die Weisheit und alle Macht! Und somit gibt es nur   einen  Gott, und der bin Ich, und Ich habe nur darum hier einen Leib angenommen, um Mich euch Menschen dieser Erde, die Ich völlig nach Meinem Ebenmaße erschaffen habe aus der Ursubstanz Meiner Liebe, in eurer Persönlichkeit näher offenbaren zu können, - wie es nun soeben der Fall ist.'"

 Dies ist nun ein sehr langer Brief geworden - doch Petrus und die Dreifaltigkeit kann man nicht kürzer behandeln. Im Gegenteil, darüber gäbe es noch viel mehr zu schreiben. Doch für heute verabschiede ich mich mit besten Wünschen und Grüssen

Ihre Traudy Rinderer

Anno domini 2009 am 30. Jänner