Gelobt sei Jesus Christus!

Es ist mir ein Bedürfnis, mich mit Ihnen über Maria, die Mutter des Herrn zu unterhalten. Wer würde sie nicht schätzen, verehren und ihr dankbar sein, dass sie Jesus auf die Welt brachte.

War keine einfache Sache damals ledig ein Kind zu erwarten und dies mit fünfzehn Jahren. In biblischen Zeiten gab es noch kein Selbstbewußtsein für Alleinerzieherinnen. Ein Mädchen, das ein Kind erwartete, wurde nach damaliger Sitte gesteinigt. Doch Maria und das Kind unter ihrem Herzen stand unter dem Schutz des Allmächtigen. So fügte es sich, dass der Witwer Joseph, der bereits fünf Söhne hatte, die Waise Maria nach ihrer Erziehung im Tempel, zu sich in sein Haus nahm. Gerade wegen seiner erwachsenen Söhne sträubte er sich erst, die Maid zu sich zu nehmen. Doch im Tempel war das Los auf ihn gefallen - sogar zwei mal - und daraufhin hieß er Maria in seinem Haus willkommen. Diese Geschichte ist ausführlich in "Kindheit und Jugend JESU" von Jakob Lorber im Lorber Verlag nachzulesen.

Wenn von Geschwistern Jesu die Rede ist, dann sind die Söhne und später adoptieren Töchter von Cyrenius gemeint. Jesus war das einzige Kind von Maria. Sie war eine ganz besondere Frau. Die Katholische Kirche feiert die "unbefleckte Empfängnis" und das stimmt einmal. Erst nachdem ich mich mit dem "Geisterfall" auseinandergesetzt habe, ist mir klar geworden, warum schon ihre Geburt eine besondere sein mußte. In  ihrer Seele waren keine Partikeln abgefallener Geister vorhanden wie bei fast allen anderen Menschen. Ihr Geist entstammte einem hohen Engelsgeist - folglich wurde sie ohne Erbsünde empfangen - im Klartext, ohne leiblichen Vater. Eigentlich logisch, dass Gott sich für seine Inkarnation eine Mutter ohne Fehl und Tadel erwählt hat. 

Auf dem 2. Vatikanischen Konzil nennt Papst Paul VI. Maria "Mutter der Kirche" - das ist eigentlich eine Beleidigung. In einer Radioansprache bekannte sich Pius XII. 1942 zum Wunder von Fatima. Im gleichen Jahr wurde in Fatima eine kostbare Krone für Maria geweiht: sie wiegt 1,2 Kilogramm und birgt 313 Perlen und 2650 kostbare Edelsteine. Weder Fatima noch diese Krone und sämtliche Marien-Kirchen freuen weder Jesus noch Maria. Einige Zitate aus den Lorber-Werken mögen dies verdeutlichen:

"Ihr habt es nicht nötig, euch an jemand andern als unmittelbar an Mich in allen euren Anliegen und Nöten zu senden! Sehet, der Gruß an Maria kam dereinst bei der Verkündigung Meiner Geburt aus der höchsten Höhe der Heiligkeit Gottes in aller Fülle der Macht und Kraft Seines Geistes, damit euch allein die Liebe im Vater (Jesus) ein wahrer Bruder werde. - Nun, so fraget euch, was ihr jetzt noch mit diesem Gruße wollt?! - Maria bedarf dessen nicht und dürstet auch nicht danach. Und sie weiß es am besten, dass Mein Ohr schärfer ist als das ihrige und Mein Auge heller als das ihrige! Wahrlich, es bereiteten ihr eure Unwissenheit und euer Irrtum nur Trauer, wenn Ich nicht aus Meiner übergroßen Liebe zu euch zuvorkommend auf Mich nähme, was an sie oder an andere Selige von euch gerichtet wird!"   Hi. Bd. I, S. 14, 2-4

Maria auf die rühmende Weissagung des Hohenpreisters: "Würdiger Diener des Herrn, lobe mich nicht zu sehr und erhebe mich nicht über die andern; denn diese Arbeit (Weben am Tempelvorhang) ist ja nicht mein Verdienst, sondern allein des Herrn, der da meine Hand leitete. Darum sei Ihm allein alles Lob, aller Ruhm, alle meine Liebe und alle Anbetung!"   Jug., Kap. 5, 8-10

Maria, von gläubigen Samaritern begrüßt mit salbungsvoller Rede, erwidert den Ehrfürchtigen: "Ich bin nur eine erwählte Magd des Herrn; und dass ich das ward, was ich bin, war Sein Wille! Darum preiset nicht mich, sondern gebet allzeit Gott allein die Ehre!"       Gr. Ev. Bd. 9, Kapt. 130, 7-8

Auf den Hilferuf vieler Lahmen, Krüppel und Bresthaften: "O du herrliche Mutter, die du halfst den Blinden, wir bitten dich, befreie auch uns von unserer großen Qual!" erwiderte Maria, die Mutter Jesu: "Was rufet ihr zu mir? Ich kann euch keine Hilfe leisten; denn ich bin gleich euch nur eine schwache, sterbliche Magd meines Herrn! Aber Der, den ich auf meinen Armen trage, kann euch wohl helfen; denn in Ihm wohnt die Fülle der ewigen Allkraft!"   Jug., Kap. 147, 2-4

Die Jünger treten nun zu Mir und sagen: "Siehe, welch ein liebes Weib und welch eine zärtliche Mutter! Sie ist nun schon 45 Jahre alt und sieht aus, als hätte sie kaum das zwanzigste Jahr zurückgelegt. Und wie hoch schwellt die reinste, zärtlichste Mutterliebe ihre Brust! Wahrlich, ein Weib der Weiber der ganzen Erde!"

Sage Ich: "Ja, ja, sie ist die Erste, und es wird nimmermehr eine sein wie sie. Aber es wird auch so kommen, dass man ihr mehr Tempel als Mir erbaut und sie ehren wird mehr als Mich, und man wird des Glaubens sein, nur durch sie selig werden zu können! Darum will Ich denn nun auch, dass man sie nicht zu sehr erhebe, da sie wohl weiß, dass sie Meines Leibes Mutter ist, und auch weiß, wer hinter diesem Leibe steht! - Deshalb seid mit ihr wohl überaus gut und artig, aber hütet euch davor, ihr eine göttliche Verehrung zukommen zu lassen!"   Gr. Ev. Bd. 1, Kap. 108, 7-12

Diese wenigen Zitate dürften genügend erklären, dass der Marienkult nicht im Sinne des Herrn und auch Maria traurig darüber ist. Aufmerksame Leser der Evanglien haben dies ebenfalls zur Kenntnis genommen. Schließlich hat Jesus sinngemäß gesagt "Kommt zu mir und nicht kommt zu meiner Mutter!"

Mit besten Wünschen und Grüssen

Ihre Traudy Rinderer

Anno domini 2009 am