Gelobt sei Jesus Christus!

Habe schon viele Leserbriefe mit religiösem Inhalt geschrieben, die mir einigen Ärger einbrachten. Doch wenn ich unter Leute komme, dann fragen mich oft Menschen, wenn wieder mal einer erscheint. Nun habe ich gerade wieder einen geschrieben. Nehme an, dass Sie die "Vorarlberger Nachrichten" nicht lesen, daher schreibe ich ihn denselben ab. Er ist die Antwort einer Leserbrief-Schreiberin, die u. a. meint, Lorber wäre gut zum Meditieren. Ist er auch, aber nicht nur das.

"Frau Maria Lankers Anliegen 'Bittet den Herrn der Ernte, damit er Arbeiter in seinen Weinberg sende' ist auch meines. Aber nicht durch Priester, denn sie haben dieLehre Jesu verdreht und aus der Katholischen Kirche einen Konzern gemacht, der auf Macht und Geld baut. Die Propheten aus dem Alten Testament, die Frau Lanka erwähnte, wurden umgebracht. Für den damaligen Klerus waren sie nämlich unbequem. Lorber schrieb sein inneres Diktat in Armut und Verborgenheit nieder, denn sonst wäre auch er vor Beendigung seines Lebenswerkes umgebracht worden. In Österreich fand sich kein Verlag, der seine Schriften druckte, doch glücklicherweise in Deutschland (Lorber Verlag D-74321 Bietigheim).

Lorbers Hauptwerk ist das 10-bändige Große Evangelium Johannes, wo Tag für Tag die Lehrjahre von Jesus beschrieben sind, ohne Übersetzungfehler und in der Ich-Form. Der Text steht völlig in Übereinstimmung mit den Evangelien, doch mit mehr Seiten bekommen die Menschen von heute eben mehr Inhalte. Auf dieses Evangelium hat bereits im 12. Jahrhundert der Zisterzienserabt Joachim von Fiori prophetisch hingewiesen. Auch Hildegard von Bingen kündigte in ihrem Werk 'Liber divinorum operum' dieses neu gegebene Evangelium an. Auch in der Offenbarung von Johannes 14,6 wird es erwähnt.

Man müßte in Superlativen sprechen, um auszudrücken, wer Jakob Lorber eigentlich war. Sieht man ihn als Literaten, dann übertrifft er alle Schriftsteller, Dichter und Denker aller Zeiten, denn wo gäbe es ein umfassenderes Wissen, eine tiefere Interprestation, eine genauere Kenntnis von geographischen, geschichtlichen, biologischen und naturwissenschaftlichen Gegebenheiten seit der Erschaffung des Kosmos. Nimmt man ihn als mediales Genie, so übertrifft er alle Eingeweihten, die wir kennen. In Graz gibt es eine Straße, die nach ihm benannt ist - doch für diese kleine Anerkennung hat er nicht auf eine Lebensstellung verzichtet und in größter Bescheidenheit und Gehorsam seiner Inneren Stimme gelauscht und aufgeschrieben, was er vernommen hat.

Warum ist der somit bedeutendste Österreicher kaum bekannt? Jesus selbst erlaubte sich durch ihn die Katholische Kirche zu kritisieren und ihren Untergang zu prophezeien und zwar würden ihre Priester sie selbst kaputt machen. Er machte deutlich, dass er eine Geistige Kirche und kein Papsttum gegründet hat, dass ihm der ganze Aberglaube wie Ablässe, Reliquien etc. ein Greuel sind, dass die Dogmen falsch sind und heidnische Priester, die unter Konstantin christlich wurden, die Lehre somit von Anfang an falsch weitergegeben haben. Vor allem stimmt das Gottesbild und die Eucharistie nicht. Es gibt nur einen Gott und nicht drei göttliche Personen. Auch der Heiligenkult samt der übertriebenen Marien-Verehrung ist nicht im Sinne Jesu.

Lorber ist nichts für laue und Brauchtums-Christen. Lorber ist eine Herausforderung sein Leben zu überdenken, doch auch eine große Bereicherung. Abgesehen von dem Großen Evangelium Johannes wurde Lorber auch die Kindheit und Jugend diktiert, was er in den drei Tagen im Tempel als Zwölfjähriger gesprochen hat, ein Briefwechsel mit Abgarus, der historisch gesichert und ebenfalls ohne jeden Widerspruch zur Bibel ist. Der echte Prophet der Neuzeit sagte die Arbeitslosigkeit voraus bevor es ein industrielles Zeitalter gab. Und bevor es das Wort Umweltschutz gab, warnte er vor der Abholzung der Wälder, da dies das Klima verändern würde.

Lorber war kein Spinner, wie mir mal ein Pfarrer sagte. Natürlich kennt ihn auch der höhere Klerus, aber es kann nicht schaden, den Papst und alle, die ihn totschweigen möchten, an ihn zu erinnern. Und dies tue ich mit meiner Homepage, die übrigens schon fleißig besucht wird."

Mit besten Wünschen und Grüssen

Ihre Traudy Rinderer

Anno domini 2009 am 5. Februar