Gelobt sei Jesus Christus!

Am Christtag kam abends im ZDF ein Film "Das Kind, das Jesus hieß". In der Fernsehzeitung lautete die Beschreibung: "Jeder kennt die Weihnachtsgeschichte. Doch was wissen wir von der Epoche, in der Christus geboren wurde? Der Film geht den Fragen nach, wie die Kindheit dieses Jesus von Nazareth ausgesehen haben mag, wie er in der antiken Welt aufgewachsen, erzogen und ausgebildet worden sein könnte." Die Filmemacher gaben sich viel Mühe mit dem recherchieren, denn in den Evangelien steht sehr wenig drin und nicht einmal alle Evangelisten berichten darüber. So gab es hauptsächlich nur Vermutungen.  Einmal fiel der Satz (sinngemäß) viele Menschen wüßten gerne mehr über die Kindheit und Jugend Jesu. Dies könnten sie leicht haben, wenn nicht auch das wunderbare Buch "KINDHEIT UND JUGEND JESU" vom Lorber Verlag D 74308 totgeschwiegen würde. Es gibt dasselbe allerdings bereits schon in mehreren Sprachen und sogar Amazon vertreibt es. Doch noch viel zu wenig Menschen wissen über dieses Buch Bescheid. Ich schreibe Ihnen einen Teil des Vorwortes ab:

"Die Jugend Jesu! - wessen Herz trüge nicht das Verlangen, vom wunderbaren Leben des Heilandes mehr zu erfahren, als die biblischen Schriften bieten!? Wie gerne möchte man gerade auch vom Erblühen und Sichentfalten dieser einzigartigen gottmenschlichen Seele vernehmen! - In alten Zeiten, zu Beginn des christlichen Gemeindelebens, gab es eine solche Schilderung der Kindheit und heranreifenden Jugend Jesu in dem sogenannten 'Evangelium Jakobi minoris', dem Jakobusevangelium. Diese vom Bruder des Herrn aufgezeichnete Beschreibung war schon im ersten und zweiten Jahrhundert bei den Gemeindes des Morgen- und Abendlandes im Umlauf. Justin, der Märtyrer (gest. 166), scheint sie gekannt zu haben, und Origines erwähnt sie namentlich (Kurtz, Kirchengeschichte, I. Bd., § 29, Z. 4). - Bei der im 4. Jahrhundert n. Chr. erfolgten Feststellung der kanonischen, d. h. kirchengebräuchlichen Schriften durch die Theologenschule und Patriarchen von Alexandria und Rom wurde dieses in der damaligen Zeit schon sehr entstellte Jakobusevangelium jedoch als 'unsicheren Ursprungs' (apogryph) bezeichnet und nicht in die Zahl der heiligen Schriften aufgenommen - eine Beurteilung, die ja viele Jahrhunderte lang auch der Offenbarung des Johannes, dem Jakobusbrief und verschiedenen anderen Teilen des heutigen Neuen Testaments widerfahren ist. - Die Ansichten der Christenheit über das Jakobusevangelium haben dann bis in die neueste Zeit hinein geschwankt. Als echt finden wir es z. B. aufgenommen in der sogenannten Berlenburger Bibel, die freilich nur Bruchstücke des alten Evangeliums kennt. Im übrigen geriet die Schrift immer mehr in Vergessenheit und war schließlich bis auf die erwähnten Bruchstücke gänzlich verschollen.

So stand es mit dem ehrwürdigen Berichte von der Kindheit des Herrn, bis eines Tages, am 22. Juli 1843, ein deutscher Gottesmann, der Mystiker und Seher Jakob Lorber in Graz, Steiermark, von der in ihm redenden Stimme des göttlichen Geistes die Ankündigung empfing, dass jenes verschollene Jugendevangelium des Jakobus 'von der Zeit an, da Joseph Maria zu sich nahm', ihm neu geoffenbart und so der Menschheit wiedergegeben werden solle. 'Jakobus', so wurde ihm weiter eröffnet, 'ein Sohn Josephs, hat solches alles aufgezeichnet; aber es ist mit der Zeit so sehr entstellt worden, dass es nicht zugelassen werden konnte, als echt in die Schrift aufgenommen zu werden. - Ich aber will dir das echte Evangelium Jakobi geben, aber nur von der oben erwähnten Zeit angefangen. Jakobus hatte auch die Lebensbeschreibung Mariens von ihrer Geburt an mit aufgenommen sowie die des Joseph.'

Und nun empfing der erlesene Mittler und Bote des himmlischen Lichtes durch die Stimme des Geistes in seinem Herzen eine 299 Kapitel umfassende, wunderbare Schilderung der Geburt und Kindheit Jesu von so inniger, erhebender Schönheit und Macht, dass kein fülendes Herz den göttlichen Ursprung und die Wahrheit dieses kostbaren Schriftwerkes verkennen kann. Das Werden und Erblühen des Jesuskindleins unter der Obhut Marias im Hause des Pflegevaters Joseph, auf der Flucht nach Ägypten und dann wieder zu Hause, in Nazareth, entrollt sich vor unseren Augen. Wir erleben das erste wunderbare Wirken und Sichbekennen des Gottesgeistes in dem Kindlein und empfangen mit freudigem Staunen ungeahnte Einblicke in das heilige Geheimnis der Person Jesu. Es wird uns die beseligende Gnade, im 'Sohne' den 'Vater'  zu erkennen und mithin in Jesus 'Vater, Sohn und Heiligen Geist' vereinigt zu finden."

 Mir kommt ein schrecklicher Verdacht: Der Katholischen Kirche paßt es nicht ins Konzept schon vom Kleinkind Jesu erklärt zu bekommen, dass es nicht drei göttliche Personen gibt, sondern Vater, Sohn und Hl. Geist in ihm sind. Er ist daher der einzige Gott und es ist somit ein fauler Witz, dass ein Priester nach Anrufung des Hl. Geistes eine Oblate in das Fleisch des Sohnes wandeln, den Leib Christi austeilen und ihn dann in eine Monstranz bzw. in den Tabernakel sperren kann. Schon "Kindheit und Jugend Jesu" gefährden die Eucharistie, das Herzstück der Katholischen Kirche. 

Außerdem kommt in diesem Buch heraus, dass weder Jesus noch Maria die ungebührliche Marien-Verehrung Recht ist. Jesus regt sich über die vielen Tempel, die man ihr bauen wird, auf und Maria vergießt Tränen, als eine Frau vor ihr niederkniet und  sie lobpreist. Aber diesem Thema werde ich Ihnen noch eigens schreiben.

Heute möchte ich Sie fragen, woher Sie und die Christgläubigen wissen, dass im Stall von Bethlehem (eigentlich war es eine Schafshöhle) auch ein Ochs und Esel anwesend war? In den Evangelien steht nichts davon und dennoch findet sich in jeder Krippe ein Ochs und ein Esel. Antwort: In genanntem Buch bzw. den Apokryphen, die allerdings ein Katholik nicht lesen durfte, stehen eben mehr Einzelheiten. Es ist auch erstaunlich wie fast wörtlich übereinstimmend der Geburtstext in den  "Apokryphen" und im Buch "Kindheit und Jugend" zu lesen sind.

Bis morgen dann wieder.

Mit besten Wünschen und Grüssen

Ihre Traudy Rinderer

Anno domini 2009 am 3. Februar