Gelobt sei Jesus Christus!

Erstmals herzlichen Glückwunsch zum Namenstag! Oder feiern Sie ihn bei Benedikt? Wie auch immer, es ist gewiß auch für Sie sehr schön mehr vom Ziehvater von Jesus zu erfahren. Sehr viel läßt sich über ihn im Werk    " Kindheit und Jugend Jesu" von Jakob Lorber lesen. Dass diese Geschichten nicht erfunden sind, habe ich Ihnen schon in einem meiner ersten Briefe kundgetan.

Als Joseph mit Entsetzen gewahr wurde, dass Maria ein Kind erwartete, sprach er zu ihr:

"Kind, mit welcher Stirne soll ich nun aufschauen zu meinem Gott? Was soll ich nun sagen über dich? Habe ich dich nit als eine reine Jungfrau aus dem Tempel empfangen, und habe ich dich nicht getreulich gehütet durch mein tägliches Gebet und durch die Getreuen, die da sind in meinem Hause?! Ich beschwöre dich darum, dass du mir sagest, wer es ist, der es gewagt hat, mich zu betrügen und sich also schändlich zu vergreifen an mir, einem Sohne Davids, und an dir, die du auch aus demselben Hause entsprossen bist! Wer hat dich, eine Jungfrau des Herrn, verführt und geschändet?! Wer hat es vermocht, deinen reinsten Sinn also zu trüben, - und wer, zu machen aus dir eine zweite Eva?! Denn also wiederholt sich an mir ja leibhaftig die alte Geschichte Adams, denn dich hat ja augenscheinlich gleich der Eva eine Schlange betört! Also antworte mir auf meine Frage! Gehe aber, und fasse dich; denn dir soll es nicht gelingen, mich zu täuschen!"  Hier warf sich Joseph vor Gram auf einen mit Asche gefüllten Sack auf sein Angesicht und weinte. Joseph aber erhob sich wieder vom Sacke und sprach mit einer etwas gemäßigteren Stimme zu Maria: "Maria, Kind Gottes, das Er Selbst in Seine Obhut genommen, warum hast du mir das getan? - Warum hast du deine Seele so sehr erniedrigt und vergessen deines Gottes?!"

Hier ermannte sich Maria und sprach: "Vater Joseph, du gerecht harter Mann! Ich sage dir: So wahr ein Gott lebt, so wahr auch bin ich rein und unschuldig und weiß bis zur Stunde von keinem Manne etwas!"

Da erzählte sie ihm die Verkündigung durch den Engel. In einem Traume erschien dann Joseph ein Engel, der zu ihm sprach: "Joseph, sei nicht bange ob der Maria, der reinsten Jungfrau des Herrn! Denn was sie unter dem Herzen trägt, ist erzeugt vom Heiligen Geiste Gottes, und du sollst Ihm, wenn Es geboren wird, den Namen 'Jesus' geben!" Später mußte er sich vom Hohepriester den Vorwurf gefallen lassen, dass er sich seine Hochzeit erstohlen habe und er versäumt habe sein Haupt zu beugen unter die Hand des ewig Gewaltigen, auf dass Er gesegnet hätte seinen Samen. Wieder weinte Joseph vor Verzweiflung und stritt eine Schuld ab. Der erbitterte Hohepriester befahl nun Maria und Joseph das sogenannte Fluchwasser zum Trinken zu geben und das Paar in die Berge zu schicken. Dieses Fluchwasser war tödlich und Maria und Joseph kehrten nach drei Tagen unversehrt zurück. Der erstaunte Hohepriester sprach sodann: "So Gott der Herr eure Sünde nicht hat offenbar machen wollen, da will auch ich euch nicht richten, sondern spreche euch für schuldlos und ledig! Da aber die Jungfrau schon schwanger ist, so soll sie dein Weib sein zur Buße, darum sie mir unbewußtermaßen ist schwanger geworden, und soll fürder nimmer einen andern Mann bekommen, so sie auch eine junge Witwe würde!"

So wurde Maria das rechtmäßige Weib von Joseph, das er jedoch aus Respekt nie berührt hat. Erwähne dies, da es immer wieder Vermutungen darüber gibt, dass Maria mit Joseph noch mehr Kinder hatte. Die nächste Prüfung war dann die Volkszählung. Nach dem Bescheid sprach Joseph zu sich selbst:

"Mein Gott und mein Herr, das ist ein harter Schlag für mich gerade zu dieser Zeit, da Maria der Entbindung so nahe ist! 'Was soll ich nun tun? - Ich muß wohl meine Söhne einschreiben lassen, denn diese sind dem Kaiser leider waffenpflichtig; aber was soll ich, um Deines Namens willen, o Herr, mit Maria machen? Daheim kann ich sie nicht lassen; denn was würde sie da machen, wenn ihre Zeit sie zu drängen anfinge? Nehme ich sie aber mit, wer steht mir dafür, dass ihre Zeit sie nicht schon unterm Wege befällt und ich dann nicht wissen werde, was da mit ihr zu machen sein wird? Und bringe ich sie auch noch nmit genauer Not  hin vor die Amtleute Toms, wie soll ich sie da einschreiben lassen? Etwa als mein Weib, - davon doch niemand außer mir und dem Hohenpriester bis jetzt noch etwas weiß?! Wahrhaftig, dessen schämne ich mich beinahe vor den Söhnen Israels; denn sie wissen es, dass ich ein über siebzig Jahre alter Greis bin! Was werden sie sagen, so ich das kaum fünfzehnjährige Kind - im hochschwangeren Zustande noch dazu - als mein rechtmäßiges Weib einschreiben lasse?! Oder soll ich sie als meine Tochter einschreiben lassen? - Es wissen aber die Söhne Israels, woher Maria ist, und dass sie nicht meine Tochter ist! Lasse ich sie als die mir anvertraute Jungfrau des Herrn einschreiben, was dürften da einige, die noch nicht wissen möchten, dass ich mich im Tempel gerechtfertigt habe, zu mir sagen, so sie Maria hochschwanger erschauen würden?

Ja, ich weiß, was ich nun wieder tun will: den Tag des Herrn will ich abwarten! An diesem wird der Herr, mein Gott, machen, was Er wird wollen, und es wird auch das Beste sein! Und also geschehe es denn!'"

Was Joseph am meisten befürchtete, trat ein. Maria ereilten die Wehen auf ihrer Eselin und sprach zu Joseph: "Hebe mich herab von der Eselin; denn das in mir ist, bedrängt mich mächtig und will von mir! Und ich vermag dem Drange nicht mehr zu widerstehen!" Joseph aber sprach:  "Aber um des Herrn willen! Du siehst ja, dass hier nirgends eine Herberge ist; wo soll ich dich denn hintun?!" Maria aber sprach: "Siehe, dort in den Berg hinein ist eine Höhle; es werden kaum hundert Schritte dahin sein! Dorthin bringet mich; weiter zu kommen, ist mir unmöglich!" Und Joseph lenkte alsbald sein Fuhr- und Reisewerk dahin und fand zum größten Glücke in dieser Höhle, da sie den Hirtn zu einem Notstalle diente, etwas Heu und Stroh, aus welchem er sogleich für Maria ein notdürftiges Lager bereiten ließ."

Die Söhne waren auch zur Volkszählung mitgekommen. Danach ging Joseph auf die Suche nach einer Hebamme, die ihm auf dem Wege entgegenkam, da sie in der Nacht ein Gesicht hatte. Mit "ein Gesicht haben" meint man eine Vorahnung oder einen Traum. Als die beiden in die Höhle kamen, war das Kind bereits geboren. Auch die Söhne mussten im Freien beschäftigt gewesen sein, denn Maria gebar allein - denke doch, dass ihr Engel beigestanden haben.

Die nächste Aufregung war dann für Joseph der Besuch der drei Sternkundigen, die mit einer großen Karawane anreisten und er fürchtete, dass sie dem Kinde schaden könnten. Gerade hatte er sich wieder beruhigt, nachdem die Weisen das Kind lediglich anbeteten und Geschenke gebracht hatten. Maria sah schon die Erziehung des Kindes mit dem Erlös der Geschenke gesichert, doch Joseph entgegnete ihr, dass sie kein Recht auf diese Geschenke hätten, da sie ja dem Kinde dargebracht worden seien. Er bekam dann doch einen Rat, was damit zu tun wäre. Ein Engel erschien ihm im Traum und gebot zu flüchten, die Geschenke zu verkaufen und Lasttiere damit anzuschaffen. Joseph bekam selbstredend immer himmlische Hilfe um Weib und Kind auch auf beschwerlichem Wege gut zu versorgen. Aber ich kann und will nicht das ganze Buch abschreiben. Gerade noch ein paar Szenen:

Der noch nicht zweijährige Jesus gab ein prophetisches Bild für den Marienkult Roms, den er gar nicht schätzte. Joseph sprach zu ihm:

"O mein Gott-Söhnchen, ich habe Dich in meiner Tiefe wohl verstanden; aber ich muß dazu bekennen, dass Du mir da eben keine angenehme Voraussage gemacht hast! Denn so nach Dir, wie vor Dir, der größte Teil der Menschen Heiden und Götzendiener verbleiben werden, wozu dann diese Deine Darniederkunft? Wozu solche Erniedrigung Deiner endlosen ewigen Heiligkeit? Willst Du nur wenigen helfen? Warum nicht allen?"

Das Kindlein aber sprach: "O Joseph, du hast ja eine Menge eitler Fragen! Hast du noch nie den gestirnten Himmel betrachtet? Siehe, ein jeder Stern, den du erschaust, ist eine Welt, ist eine Erde, auf der, wie hier, freie Menschen wohnen! Und zahllose gibt es, die noch keines Sterblichen Auge erspäht hat; und siehe, diesen allen gilt diese Meine Darniederkunft! Wie und warum aber, das wirst du einst in Meinem Reiche in größter Klarheit erschauen! Darum wundere dich nicht, so Ich über dieser Erde Menschen dir eine solche Voraussage gemacht habe; denn Ich habe deren ohzne Zahl und Ende, und alle diese Zahl- und Endlosen bedüfen dieser Meiner Darniederkunft und bedürfen dieser daum, weil solcher Meine eigene ewige Ordnung bedarf, aus der diese Erde wie alle anderen ohne Zahl und Ende hervorgegangen sind. .... Aber darum wird der ewig heilige Zweck dieser Meiner Darniederkunft dennoch nicht ein vergeblicher sein! Denn siehe, alle diese zahllosen Welten, Sonnen und Erden haben ihre Bahnen, und diese haben eben auch zahl- und endlos verschiedene Richtungen! Überall sind andere Gesetze und überall eine andere Ordnung; aber am Ende kommen sie doch alle in der einen, in Meiner Grundordnung zurecht und entsprechen dem einen großen Hauptzwecke wie die Glieder des Leibes und deren Verrichtungen. Und siehe, also wird es auch mit den Menschen der Erde am Ende sein, und sie werden dereinst im Geiste dennoch alle erkennen, dass es nur einen Gott, einen Herrn, einen Vater und nur ein vollkommenes Leben in Ihm gibt!

Wie und wann aber? - Das bleibt bei Dem, Der es dir nun gesagt hat!

Aber es werden zuvor noch viele Winde über den  Boden der Erde wehen müssen und viel Wasser dem Himmel entstürzen und viel Holz verbrannt werden, bis man sagen wird:

'Siehe, nun ist eine Herde und ein Hirte, ein Gott und nur ein Mensch aus Zahllosen, ein Vater und ein Sohn in und aus der Zahl der Endlosen!'

Ob dieser Rede des Kindleins stiegen dem Cyrenius, dem Jonatha wie dem Joseph die Haare zu Berge, und Joseph sprach:

"O Kindlein, Deine Worte werden immer unbegreiflicher, wunderbarer und wahrhaft entsetzlicher! Wer mag deren endlose Tiefe erfassen? Darum rede mit uns nach unserm Verständnisse, sonst gehen wir zugrunde unter solcher Tiefe Deiner Rede!"

Das Kindlein aber lächelte und sprach: "Joseph, siehe, gerade heute bin Ich recht aufgelegt, euch Enthüllungen zu machen, dass ihr alle darob erschaudern sollet! Und ihr sollet daraus in der Fülle ersehen, dass in Mir im Ernste der vollkommene Herr der Ewigkeit zu Hause ist und nun wohnt unter euch! - Und so höret Mich weiter an!

Joseph, was wirst denn du sagen, so die Kinder der Welt den Herrn dereinst ergreifen und töten werden mit Hilfe des Satans? Wenn sie Ihn wie einen Raubmörder ergreifen werden und werden Ihn schleppen vors Weltgericht, da der Geist der Hölle sein Walten hat? Und dieses wird den Herrn aller Herrlichkeit ans Kreuz heften lassen; was sagst denn du dazu? Wenn mit Ihm geschehen wird, wie die Propheten von Ihm ausgesagt haben, deren Worte dir wohl bekannt sind; was sagst du wohl dazu?"

Als die drei solches vom Kindlein vernommen hatten, da erschraken sie sehr, und Joseph sprach sehr heftig:

"Mein Jesus, mein Gott-Söhnchen, wahrlich, solches geschehe nur Dir nicht! Die Hand, die sich je an Dir vergreifen würde, soll verflucht sein ewig, und ihres Trägers Seele soll ewig in der möglichst größten Qual ihren Frevel büßen!"

Und Cyrenius schlug sich auch samt Jonatha zu der Partei Josephs und sprach:

"Ja, wenn solches je möglich geschehen könnte, - für ewig wahr, da will ich von heute an der grausamste Tyrann werden! Zweimalhunderttausend der geübtesten Krieger stehen unter meinem Befehle; nur einen Wink kostet es mich, und Tod und Verderben sei aller Welt gebracht! Ehe ein frecher Teufel von einem Menschen seine Satanshände an dieses Kind legen soll, eher will ich alle Menschen umbringen lassen auf der ganzen Erde!"

Das Kindlein aber lächelte und sprach: "Dann werden aber dennoch deine Krieger bleiben; wer wird denn diese dann aus der Welt schaffen? Siehe, Mein lieber Cyrenius, wer da weiß, was er tut, und tut Ungerechtes, so tut er Sünde und ist ein Täter des Übels; wer aber nicht weiß, was er tut, und tut also Ungerechtes, dem soll es vergeben sein! Denn er wußte es ja nicht, was er tat. Nur so jemand wohl wüßte, was er täte, und möchte nicht tun aus sich Ungerechtes, wenn er aber gezwungen wird, da sträubt er sich nicht und tut Ungerechtes, der ist ein Sklave der Hölle und zeiht sich selbst das Gericht auf den Hals. Die Hölle aber weiß wohl, dass da mit den blinden Werkzeugen besser zu handeln ist als mit den sehenden; daher hält sie auch fortwährend die Blinden in ihren Solde, und eben diese Blinden werden den Herrn der Herrlichkeit ans Kreuz heften! ....

Und sei versichert, dass Der, den die Menschen dem Fleische nach töten werden in ihrer Blindheit, im Geiste und in Seiner Kraft und Macht nicht getötet wird, sondern alsbald wieder erstehen wird aus eigener Kraft und Macht und wird erst dadurch eröffnen aller Kreatur den Weg zum ewigen Leben!"

Im letzten Satz deutete das Jesus-Kind wieder die Rückführung nach dem Geisterfall an.

Natürlich war Jesus ein braves Kind, doch einmal gab es eine Rüge von Joseph, da er das Tischgebet unterlassen hatte. Der Text lautet:

"Darauf aber begann Joseph sein gewöhnliches Tischgebet und segnete die Speise und fragte darauf das Kindlein, ob Es wohl auch schon gebetet hätte. Das Kindlein aber lächelte wieder und sagte zu Jakob: 'Du, jetzt wird's uns gut gehen!  Wir haben ja beide das Bitt- und Dankgebet vergessen und haben aber dennoch schon gegessen vom Fische! Rede du jetzt, so gut es geht, sonst sind wir offenbar wieder in einer Strafe und werden etwas fasten müssen!' Und Jakob, etwas verlegen, sagte: 'Lieber Vater Joseph, ich bitte dich um Vergebung; denn ich habe diesmal wirklich samt meinem Jesus zu beten vergessen!' Als Joseph solches von Jakiob vernommen hatte, da machte er ein etwas finsteres Gesicht und sprach:

'Habt ihr das Beten vergessen, so vergesset auch das Essen bis auf den Abend, und geht nun unterdessen ein wenig lustwandeln ins Freie!'

Und das Kindlein lächelte hier den Jakob an und sprach: 'Nun, da haben wir's ja; habe Ich nicht gesagt ehedem, dass es da aufs Fasten ankommen wird?! Aber warte doch noch ein wenig: Ich will mit Joseph doch auch noch zuvor ein paar Wörtlein sprechen! Vielleicht läßt er dann etwas handeln mit sich wegen des Fastens bis zum Abende.' ...

Und das Kindlein fragte den Joseph, sagend nämlich: 'Joseph, ist das wohl dein vollkommener Ernst?'

Und Joseph sprach: 'Ja, ganz natürlich; denn wer nicht betet, der soll auch nicht essen!'

Und das Kindlein lächelte abermals und sprach: 'Aber das heiße Ich scharf sein! Siehe, so Ich so scharf wäre, wie du nun bist, da hätten gar viele eine Fastenstrafe, die heute doch essen, obschon sie nicht gebetet haben! Ich möchte aber doch von dir einmal vernehmen, warum und zu wem Ich so ganz eigentlich beten soll!

Und dann möchte Ich auch von dir erfahren, zu wem du so ganz eigentlich betest in deinem Gebete, und zu wem der arme Jakob hätte beten sollen!'

Und Joseph sprach: 'Zu Gott, dem Herrn, Deinem heiligen Vater, mußt Du beten, darum Er heilig ist, überheilig!'

Und das Kindlein sprach: 'Da hast du freilich wohl recht; aber das Fatale an der Sache ist nur das, dass du eben den Vater aller Herrlichkeit nicht kennst, zu dem du betest! Und diesen Vater wirst du noch lange nicht erkennen, weil dich deine alte Gewohnheitsblende daran hindert!'"

Joseph war sich bewußt, dass er in seiner Obhut ein besonderes, ein göttliches Kind hatte, doch er und Maria erkannten in Jesus nicht den einzigen Gott. Erst als Joseph sterbend in den Armen von Jesus lag, erkannte er, wem er Nährvater hatte sein dürfen. Maria war übrigens erst nach der Auferstehung klar, wen sie geboren hatte und danach nannte sie Jesus nie mehr Sohn sondern Vater! Köstlich ist noch ihr Tadel an Joseph zur obigen Szene:

"Als das Kindlein und Jakob aber draußen waren, da sagte Maria zu Joseph:

'Höre, du mein lieber Gemahl und Vater Joseph, manchmal bist du gegen das göttliche Kind denn doch etwas zu scharf! Was könnte man denn sonst wohl bei einem natürlichen Menschenkinde von zwei und ein drittel Jahren erwarten?! Wer wohl würde es schon einer so strengen Zucht unterziehen? Du aber bist gegen dieses Kind aller Kinder also zuchtstrenge, als wäre es in Gott weiß was für einem reifen Alter! Siehe, das kommt mir sehr unbillig vor! Hast du Es auch dann und wann über die Maßen lieb, so bist du aber dennoch manchmal so strenge gegen Dasselbe, als hättest du keine Liebe zu Ihm!'"

Mit besten Wünschen und Grüssen

Ihre Traudy Rinderer

Anno domini 2009 am 19. März