Gelobt sei Jesus Christus!

Viele Katholiken haben die Vorstellung, dass im Himmel Gottvater auf einem Thron sitzt, Jesus daneben und die Seligen in alle Ewigkeit halleluja singen. Eigentlich ist das auch keine "ewige Ruhe", die es auch nicht gibt und mit der Zeit gewiss langweilig.

Wahrhaftig, die Menschen könnten mehr über das Jenseits wissen, wenn die Kirchen die Gnade hätten sich zu informieren und die Erkenntnisse darüber weiter zu geben. Und das wäre eigentlich ihre Hauptaufgabe. Denn, wenn jemand keine Ahnung hat, was ihn nach dem Tode erwartet, dann ist er auch nicht motiviert sein Leben in die richtige Richtung auszurichten. Ein gewiss schwieriges Thema und ich weiß nicht wo anfangen, so viel Literatur gibt es.

Beginnen wir mal mit dem, was nicht stimmt: Die Menschen sitzen nach dem Tode nicht auf Wolken und die Engel flattern nicht mit Flügel herum. Die Flügel dienen lediglich als Symbolik, dass Engel in Gedankenschnelle überall sein können. Der Himmel sieht nicht aus wie in einem bekannten bayrischen Schwank, dessen Name mir grad nicht einfällt oder wie ihn Karl Valentin beschreibt. Petrus ist nicht der Pförtner und wahrscheinlich gibt es auch kein Bier dort. Es gibt auch kein Fegefeuer und keine ewigen Höllenstrafen. Es stimmt auch nicht, wie viele behaupten, dass noch keiner zurück gekommen wäre. Jesus hat doch mehrere vom Tode erweckt. Zugegeben, in den  Evangelien steht nichts was sie von drüben erzählt haben. Auch bereits klinisch Tote, die man ins Leben zurück geholt hat, können nicht viel mehr berichten, als dass sie ein Licht gesehen haben und ihnen sehr wohl war. Durch einen weisen Ratschluß Gottes wurde Menschen, die bereits in der Ewigkeit waren, die Rückerinnerung genommen. Es stimmt auch nicht, dass es keine Reinkarnation gibt, zwar nicht ständig wie es asiatische Religionsgemeinschaften lehren, doch es kommt vor, dass Menschen zur Weiterentwicklung ihrer Seele nochmals auf die Erde kommen. Das ist aber nicht die Regel sondern die Ausnahme. Und darüber schreibe ich Ihnen ein anderes mal.

Bereits Stephanus sah bei seiner Steinigung den Himmel offen, doch leider wurde auch die Apostelgeschichte gefälscht, denn die Stelle, wo Stephanus Jesus zu Rechten Gottes sah, stimmt nicht. Und dies bedeutet, dass im  Glaubensbekenntnis, das bei jeder Messe gebetet wird, ein Irrtum verbreitet wird. Um dies zu untermauern, muss ich abschreiben, was Bertha Dudde am 4. August 1964 durch das Innere Wort empfing:

"Warum haltet ihr euch nicht an Meine einfache Erklärung, dass Ich für euch Menschen nicht schaubar bin in Meinem Wesen, das euch aufzehren würde, wollte Ich euch anstrahlen in Meiner ganzen Fülle der Liebekraft? Warum gebt ihr euch nicht mit der Erklärung zufrieden, dass Ich Mir in Jesus eine Form geschaffen habe, um euch sichtbar sein zu können? Ihr werdet aber einen vergeblichen Kampf führen gegen jene, die Mich und Jesus getrennt wissen wollen, die sich auf Berichte stützen, die sie nicht verstehen, weil ihr Geist noch unerweckt ist. Gott kann niemand schauen ...   ohne zu vergehen ... In Jesus bin Ich ihm sichtbar. Wo man angeblich Mich und Jesus gesehen haben will, dort ist auch der Irrtum offensichtlich, weil das nie und ninmer möglich ist. Auch die Apostel konnten dieses Mysterium nicht begreifen bis auf wenige, und also entstanden Berichte, die nicht der Wahrheit entsprachen ... die immer dann anzutasten sind, wenn von einer Gottheit neben Jesus gesprochen wird. Stephanus sah zwar den Himmel offen, und er sah auch Jesus in strahlender Helligkeit, er sah Ihn als Gott, aber die Menschen um ihn verbanden sein Gesicht mit rein menschlichen Begriffen, und es ist dieser Satz 'wo Er sitzet zur rechten Hand Gottes' menschlicherseits hinzugefügt worden ... weil dies nicht sein kann, denn Jesus und Gott ist eins ...

Ich bin ein unermeßlich helles Feuer, Das Sich euch nicht schaubar machen kann, Das ihr in eurer Unvollkommenheit nicht würdet schauen können und auch im Zustand der Vollkommenheit so unermeßlich stark euch berühren würde, dass ihr vergehen möchtet. Wer also sagt, er sähe 'Mich und Jesus zu Meiner Rechten', der ist noch gebunden an die Schrift, die er selbst nicht zu verstehen vermag, die in Bildern zu ihm spricht, niemals aber die Worte der Schrift so wiedergibt, wie sie Stephanus ausgerufen hat, als er geistig zu schauen vermochte. Und ebenso verhält es sich mit den Grundlehren der Kirche, die besagen, 'dass Jesus zur rechten Hand Gottes sitzet'. Sie sind entstanden aus einer irrigen Vorstellung heraus ..."

 So, da hätten wir mal geklärt, was nicht stimmt. Die Liste ist noch nicht vollzählig, doch was "Der Jüngste Tag" und "Die Auferstehung des Fleisches" bedeutet, habe ich Ihnen früher schon versucht zu erklären.

Durch das Evangelium erfahren wir nicht viel vom Jenseits. Jesus sprach vom Himmel "Kein Auge hat es gesehen .........." Also unvorstellbar schön. Weiters sprach er, dass er heimgehen werde und Wohnungen für uns bereiten werde. Gewiss ist, dass uns keine Wohnblöcke erwarten, auch wenn viele Milliarden Menschen Platz im Reiche des Geistes haben müssen. Je nach Entwicklungsgrad werden die Geister Verstorbener in herrlichen Häusern mit Gärten, wenn nicht gar Palästen wohnen. Doch wo befinden sich diese Wohnungen?

Schwierig zu erklären. Das Weltall ist ja unvorstellbar groß - da wird schon Platz für alle sein. Entgegen der Vorstellung von der "ewigen Ruhe" gibt es im Jenseits ein ständiges Weiterentwickeln der Seelen und hierzu dienen alle Gestirne. Schon Goethe war der Meinung: "Der Kosmos als göttliche Schöpfung ist eine gewaltige Schulungsstätte für eine Welt von Geistern, zu denen auch die Seelen verstorbener Menschen gehören." Wie kam dieser Denker zu dieser richtigen Feststellung. Er hat Swedenborg gelesen....

Die katholische Kirche lehrt, dass sich das Schicksal des Menschen in seinem Erdenleben entscheidet und nach dem Tode die Seele der Himmel, das Fegefeuer oder die Hölle erwartet. Eine Änderung des in der Todesstunde bestehenden Zustandes der Seele, entweder im Stande der Gnade oder der Todsünde - sei nach dem Tode im Jenseits nicht mehr möglich. Dank der Neuoffenbarung wissen wir zum Glück, dass dem nicht so ist. Eine Weiterentwicklung der Seele ist auch im Jenseits möglich, nur mit viel größerer Mühe und enormem Zeitaufwand.

Himmel oder Hölle sind keine Örtlichkeiten, sondern innere Zustände eines Menschen. Ein guter Mensch trägt bereits in seinem Inneren den Himmel in sich und nimmt diesen mit ins Jenseits. Dasselbe gilt für schlechte Menschen - sie nehmen eben höllische Zustände hinüber, haben aber dennoch die Chance sich durch Weiterentwicklung ihr Los zu verbessern.

Um Fehler zu vermeiden, werde ich nun Zitate abschreiben:

"Jede Seele muss (im Jenseits) von Stufe zu Stufe geleitet und geführt werden, und muss rein und lauter werden wie reinstes Gold, auf daß sie fähig wird, in die endlosen Freuden des Himmels einzugehen."            Gr. Ev. VIII 106,11

"Ich sage es euch, daß es keines Menschen Auge je geschaut, kein Ohr gehört und keines Menschen Sinn es je empfunden hat, welche Freuden und Seligkeiten Gott denen, die Ihn über alles wahrhaft lieben, in den Himmeln bereitet hat."   Gr. Ev. VIII 106,15

"Es hat der Himmel ebenso drei Grade, wie auch die Hölle drei Grade oder Stufen hat."   Gr. Ev. VII 170,14

"Da ein jeder Mensch, um ein ewig lebender Geist zu werden, seinen freiesten Willen haben muss, so geschieht es besonders in dieser Zeit nur zu häufig, dass sich die Menschen ihre Ohren von der Sirenenstimme der Welt übertäuben und ihre Augen vom trügerischen Licht des Weltglanzes blenden lassen. So kommen denn solche Menschen auf der Welt schwer oder oft auch gar nicht dahin, wozu sie berufen sind, sondern gerade dahin, wohin sie nicht hinkommen sollten: zu Eigenliebe, Selbstsucht, Herrschsucht, Habsucht, Geiz, Neid, Fraß, Völlerei, Wollust, Unzucht und Hurerei. Diese Stücke aber verzehren das Leben, statt es zu mehren. Sie müssen dann im Jenseits sehr verlassen werden von allem, was ihre rohen Sinne zu sehr beschäftigt hatte, und müssen sehr elend werden, damit sich ihr Leben in solch geistiger Einöde und Wüste wieder sammeln kann. Hat es sich gefunden ..., dann kommt auch die Hilfe, die da vonnöten ist, aber doch so, dass sie nicht als aufgedrungen, sondern als rein von den Bedürftigen selbst verlangt erscheint."   VdH I 418

"... Wer Mich nicht sucht, nicht findet, nicht erkennt und somit auch nicht liebt und auch noch voll Lieblosigkeit gegen seinen Nebenmenschen sein wird, der wird ewig nie zu Meiner Kindschaft (d. h. in den höchsten Liebeshimmel) gelangen."

"Es kommt niemand in den höchsten Himmel als nur ein socher, der seinen irdischen Weltwillen ganz aus sich hinausgeschafft und dafür ewig den Meinen in sich vollkommen aufgenommen hat."   VdH II 288,1

"Die später möglicherweise geläuterten Weltkinder werden geistige Bewohner jener Weltkörper und jener ihnen entsprechenden Vereine verbleiben, auf und in denen sie geläutert wurden, aber in des ewigen Vaters Hause in des allerhöchsten Himmels Mitte werden sie nimmer aus und ein gehen gleich Meinen wahren Kindern, die mit Mir stets die ganze Unendlichkeit richten werden ewig fort und fort." 

Gr. Ev. V 111,1-2

"Niemand meine, dass er sich einst jenseits in einer ewig untätigen, süßen Ruhe befrinden werde, denn das wäre gerade des Geistes oder der Seele Tod. Je geistiger ein Mensch in seinem Innern wird, desto tätiger wird er auch, und das durch und durch."   Gr. Ev. VI 226,16

"Es kommt auf den Stand der inneren Gesittung an, in welchem eine Seele ihren Leib verließ. Ist dieser den bestehenden guten Gesetzen gemäß, so wird der jenseitige Zutand der Seele sicher auch sogleich ein solcher sein, von dem aus sie sich sofort auf eine höhere Vollendungsstufe des freien Lebens setzen und auf eine höhere Stufe fortschreiten kann."   Gr. Ev. V 225,9

"Im großen Jenseits geht alles schwerer und mühsamer als auf dieser Welt, und es wird bei gar vielen, zu tief wider Meine Ordnung gesunkenen Seelen, wohl einer für euch undenkbar langen Zeitfolge benötigen, bis sie in sich den Weg in Meine ewige und unwandelbare Ordnung werden gefunden haben."     

Gr. Ev. X 113,2

"Wahrlich Ich sage euch: Hier zählt eine Stunde mehr als dort ausend Jahre. Diese Worte schreibt euch tief ins Herz!"   Gr. Ev. VI 13,10

"Den Menschen aber, die nie in den Stand kommen, noch diesseits von Meiner Lehre etwas zu erfahren, werden jenseits Führer gegeben werden, die sie zur Brücke, die zwischen dieser materiellen und jener geistigen Welt liegt, leiten werden. Werden sie den Leitern folgen, so werden sie auch über diese Brücke kommen zum wahren Leben. Werden sie aber hartnäckig bei ihrer Lehre bleiben, so werden sie aus ihrem Lebenswandel nach ihrer Lehre bloß geschöpflich gerichtet werden und werden nicht zur Kindschaft Gottes gelangen."   Gr. Ev. I 42,12

"Darum sorgt euch nicht für jen, welche jetzt und in späterer Zeit von Mir nichts werden vernehmen können, denn Mein Vater kennt sie alle und hat auch nicht einen aus ihnen zum ewigen Fall, sondern zu ewiger Auferstehung aus seiner Liebe und Weisheit ins Dasein gerufen."   Gr. Ev. XI S. 245

Es gibt mehrere Jenseits-Bücher und ich meine hier jene Werke, die echten Propheten diktiert wurden oder die Schauungen wie z. B. Swedenborg und Sadhu Sundar Singh hatten. Eine wahrhaft große Bereicherung um zu ahnen, was uns erwartet.

Mit besten Wünschen und Grüssen

Ihre Traudy Rinderer

Anno domini 2009 am 22. Februar