Gelobt sei Jesus Christus!

Es gibt Theologen, die bestreiten, dass es eine Hölle gibt. Es gibt sie - nur, es gibt keine ewige Verdammnis.

Origines, der große Kirchenlehrer, der ungefähr 250 n. Chr. lebte, hat es bereits richtig erfasst. Er vertrat die Ansicht, dass Gott im Laufe langer Zeiträume alle Menschenseelen wieder zu sich in sein Reich nehmen werde. Er wusste bereits, dass der verlorene Sohn - der die gesamte Menschheit darstelle - werde schließlich und endlich wieder ins göttliche Vaterhaus zurückkehren. Den "verlorenen Sohn" können Sie sich als alle Gestirne im Weltraum vorstellen, denn alle Planeten und Sonnen zusammen bilden einen unvorstellbar großen Menschen. Doch dies ist ein eigenes Thema.

Die Erkenntnis von Origines wurde verworfen - nicht etwa von einem Papst, sondern ein herrischer römischer Kaiser im 6. Jahrhundert ließ den damaligen Papst einkerkern und bestimmte, was maßgebende Lehre in der katholischen Kirche zu sein hatte. Von da an wurde den Gläubigen mit der ewigen Verdammnis gedroht. Die Bibel wurde auch nicht korrekt übersetzt. An der Stelle, wo im deutschen Text des Evangeliums das Wort "ewig" steht, heißt es im griechischen Urtext "aiönios". Dieses Wort ist verschieden deutbar, man muss es keinesfalls unbedingt mit "ewig" übersetzen. Es kann auch "lange Zeit" bedeuten.

Der Kirchenlehrer hl. Hieronymus (gest.420), der der Sekretär des Papstes Damasus war, schrieb in seiner Erklärung des Propheten Isaias, die Verdammten würden später reichlicher Tröstung teilhaftig, aber das müsse geheim gehalten werden, damit die Gläubigen aus Furcht vor den ewigen Höllenstrafen nicht sündigen.

Selbstredend kann ich das nicht ohne eine glaubwürdige Quelle schreiben. Woher sollte ich das auch wissen? Vor mir liegt das Buch "Der Prophet Jakob Lorber verkündet bevorstehende Katastrophen und das wahre Christentum" von Kurt Eggenstein (Lorber Verlag D-712 Bietigheim) - zur Zeit sehr  günstig auch bei Amazon erhältlich.

Eggenstein schreibt weiter:

"....Aber der unheilvolle Einfluß des Kirchenvaters Augustinus machte sich mehr und mehr geltend. In seinem Handbüchlein entschied er, dass die Höllenstrafen ewig seien. Nach der Lehre des Augustinus sollten sogar alle auf der ganzen Welt ungetauft sterbenden Kinder - es waren damals fast alle - der ewigen Höllenpein ausgesetzt sein, wie ja nach seinen Vorstellungen Gott fast die gesamte Menschheit für die ewigen Höllenqualen erschaffen habe. Diese Ansicht des Augustinus wurde durch das Konzil von Florenz (1438 - 1445) bestätigt. Das Konzil bestimmte, dass niemand außerhalb der katholischen Kirche, weder Heide noch Jude, noch Ungläubiger (Islam) oder ein von der Einheit der Kirche Getrennter des 'ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt.' (Denz. 714, vgl. Anm. 24 und Neunes-Roos-Rahner S. 530, vgl. Anm. 43)."

Ich muss das noch in der Weise als Kind im Religionsunterricht gelernt haben, denn vor der eigentlichen Taufe unseres Ältesten - namens Christoph - habe ich ihn selbst getauft. Wusste ja, wie eine Nottaufe vonstatten geht. Der Säugling könnte ja bis zur Taufe, die etwa nach vier Wochen stattfand, ersticken oder Opfer des plötzlichen Kindstodes werden..........

"Unter dem Druck der Weltmeinung sahen sich die Bischöfe auf dem 2. Vatikanischen Konzil in den sechziger Jahren unseres Jahrhunderts genötigt, von dieser absurden Lehre abzurücken."

Mehr als 500 Jahre hielt sich diese absurde Lehre, die den Menschen ein völlig falsches Gottesbild vermittelten, jedoch die Kirche mit ihren Ablässen und sonstigen Service-Leistungen erstarken ließ.

"An den ewigen Höllenstrafen hält die katholische Kirche, seit im Mittelalter Papst Innozenz IV. offiziell diese Lehre gelehrt hat, bis heute fest (Denz. 546, 211, 429, 531).  ....

Vor dem 2. Vatikanum konnte man in der katholischen - mit dem Imprimaturvermerk versehenen Literatur für die Rechtfertigung dieser Lehre die groteskesten Begründungen finden. 'Zeitliche Belohnung oder Strafe', schreibt z. B. Josef Staudinger (1950), 'allein wäre unwirksam. Daher muss die göttliche Sanktion im Ewigen liegen.'

Hier findet man wieder den pädagogischen Gesichtspunkt des Kirchenvaters Hieronymus, zur Abschreckung vor der Sünde müsse man die Lehre von der ewigen Hölle vertreten. Gerade dieser Standpunkt wird vom Herrn in der Neuoffenbarung verworfen (Gr VI 342,3). Staudinger fährt dann fort und steigert seine heillosen Vorstellungen, die kirchenamtlich aber anerkannt wurden, ins Extrem: 'Ja, selbst die Liebe und Barmherzigkeit fordert, so sonderbar dies klingen mag, die ewige Hölle.' ... 'Von der verzehrenden Glut des göttlichen Hasses können wir uns keinen Begriff machen ...' (!)

Katholische Autoren scheuen sich nicht, die Eigenschaften Gottes zu pervertieren, und lassen statt Gottes Liebe, die sein Urwesen ist, den 'Haß' dominieren. Es ist sogar Lehre der katholischen Kirche, dass wer die Liebe, Güte und Barmherzigkeit Gottes höher stellt als seinen 'Haß' und deshalb an keine ewigen Höllenstrafen zu glauben vermag, selbst bereits zur ewigen Höllenstrafe verdammt ist (Denz.40)."

Allein diese Haltung würde genügen, dass Gott auch in neuerer Zeit wieder durch einen Propheten zu den Menschen spricht - um dies richtig zu stellen. Dank sei Gott, dass er es getan hat.

"Die Begriffe 'Lange Zeit' und 'Zeitdauer' entsprechen genau dem, was die Neuoffenbarung über diese Frage aussagt. In der NO (Abkürzung für Neuoffenbarung) wird zunächst unterschieden zwischen der Dauer, d. h. dem Bestand der Hölle als solcher und der Dauer der Höllenstrafen der einzenen Verdammten.

'Ist denn nicht <Gefängnis> und <Gefangenschaft> zweierlei?' heißt es in Von der Hölle bis zum Himmel Bd. II, 226,11. Die Hölle wird zwar bestehen bis zum Ende der Zeiten, d. h. bis der ganze Kosmos aufgelöst wird, aber die Verdammten können das Gefängnis verlassen, sofern sie nur die Einsicht in das Böse und Verwerfliche ihrer Taten gewinnen und sich ändern.

Im Lexikon für Theologie und Kirche 2 III, 195 wird noch behauptet, dass die Hölle ein Ort sei, in dem ein materielles Feuer brennt, wie dies früher auch Päpste verkündet haben. ...

Auch Staudinger schreibt entsprechend linientreu noch im Jahre 1950 'dass die Hölle sich an einem bestimmten Ort bedfindet, ist zweifellos' und 'das Höllenfeuer ist als wahren und wirkliches Feuer zu denken'. Die damaligen Theologen behaupteten, alles ganz genau zu wissen,und so spricht Staudinger vom 'Prasseln und Zischen der Flammen und dem Aufheulen der Verdammten'.

Es gibt auch eine Menge Gemälde mit Flammen im Fegefeuer und in der Hölle, die den Gläubigen Angst machen sollten.

"Seit dem letzten Konzil ist nun in katholischen theologischen Lexiken und in Zeitschriften zu lesen, dass die Hölle kein Ort, sondern ein Zustand ist, genau so, wie es die Neuoffenbarung bereits vor mehr als hundert Jahren erläutert hat!

'Es gibt nirgends einen Ort, der Himmel oder Hölle heißt, sondern alles das ist ein jeder Mensch selbst, und niemand wird je in einen anderen Himmel oder in eine andere Hölle gelangen, als die er in sich trägt.'  (GS II 118,12)

"Es gibt nirgends einen eigens geschaffenen Himmel, noch irgend eine eigens geschaffene Hölle, sondern alles das kommt aus dem Herzen des Menschen, und so bereitet sich ein jeder Mensch im Herzen, je nachdem er Gutes tut oder Böses, entweder den Himmel oder Hölle...'   Gr II 8,7)

Die Neuoffenbarung lehrt, dass das Herzstück der Botschaft Jesu die Verkündigung der unendlichen Liebe gottes zu seinen Geschöpfen ist, und Er jedem Menschen auch noch im Jenseits, und sei es in der Hölle, Barmherzigkeit erweist, sofern der Verdammte seine Bosheit einsieht und den Willen zur Besserung erkennen läßt. Diese wahre Lehre wird siegen über die grausame Lehre einer Institution, die vonm Geist des Evangeliums abgekommen ist."

Zur Hölle läßt sich noch viel mehr schreiben, doch genug für heute.

Arbeiten wir Tag für Tag daran, himmlische Zustände in uns zu erlangen.

Mit besten Wünschen und Grüssen

Ihre Traudy Rinderer

Anno domini 2009 am 23. Februar