Gelobt sei Jesus Christus!

Im Kalender steht heute Brigitta. Habe im Google nach ihr gesucht und es gibt tatsächlich mehrere Beiträge im Internet über die 1303 von adeligen Eltern in Uppsala in Schweden geborene Heilige. Man nennt sie auch Birgitta und sie gründete den Orden des Heiligsten Erlösers, bekannt auch unter dem Namen des Ordens der Birgittinen. Ihre letzten Jahre verbrachte sie in Rom, indem sie für die Rückkehr des Papstes in die Ewige Stadt und zum Wohle der Kirche tätig war. Wahrhaftig eine Leistung zu der damaligen Zeit von Schweden nach Rom zu pilgern. Brigitta wurde als Mystikerin von der Kirche anerkannt und das Kruzifix, von dem aus Jesus zu ihr gesprochen hat, wird jetzt noch in der Kirche St. Paul in Rom verehrt. Der Heiland lehrte sie 15 Gebete, die bei der Homepage www.web246m.dynamic-kunden.ch nachzulesen sind.

Der Heiland sprach zu ihr:

"Wer diese Gebete während eines Jahres jeden Tag verrichtet, wird 15 Seelen aus seiner Verwandtschaft aus dem Fegfeuer erlösen, 15 Gerechte aus seiner Verwandtschaft werden die Gnade der Beharrlichkeit erlangen und 15 Sünder aus seiner Verwandtschaft werden sich bekehren. Die Person selbst, welche sie betet, wird die ersten Stufen der Vollkommenheit erreichen, und 15 Tage vor ihrem Tode werde Ich ihr meinen Kostbaren Leib reichen, damit sie durch denselben vor dem ewigen Hunger bewahrt werde; Ich werde ihr mein Kostbares Blut zum Trinken geben, um sie vor dem ewigen Durst zu bewahren. Bei ihrem Tode werde Ich mit Meiner vielgeliebten Mutter kommen und ihre Seele gnadenreich empfangen und sie in die ewigen Freuden einführen."

Weiter ist im Internet zu lesen:

"Wenn jemand auch 30 Jahre in Todsünden dahingelebt hätte, sobald er andächtig diese Gebete verrichtet oder sich vornimmt, sie zu verrichten, wird der Herr ihm alle seine Sünden verzeihen und wird ihn gegen alle schlechten Versuchungen verteidigen. Er bewahrt seine fünf Sinne und bewahrt ihn vor einem jähen und unversehenen Tod und seine Seele vor der ewigen Verdammnis. Und alles, was er von Gott und der hl. Jungfrau verlangt, wird er ihm gewähren......Diese Gebete wurden im Jahre 1740 von P. Adrien Parvillers SU, Apostolischer Missionar des Heiligen Landes, veröffentlicht. Papst Pius IX bestätigte und empfahl sie, weil sie viel Gutes stiften zum Heil der Seelen. So wenig wie möglich soll man einen Tag verfehlen; ist aber ein ernstes Hindernis vorhanden, dass man die Gebete absolut nicht beten kann, so verliert man die Gnaden, die daran geknüpft sind, nicht, wenn man nur 5480 Gebete im Jahre verrichtet."

 Als Kind liebte ich das abgegriffene Gebetbuch meiner Großmutter "TROST DER ARMEN SEELEN - Zustand der Seelen im Fegfeuer nebst einem vollständigen Gebetbuche" von Joseph Ackermann mit bischöflicher Druckbewilligung in 38. Auflage aus dem Jahre 1904. Der Bischof Caspar von Carl aus Chur schreibt in seiner Approbation "Vorliegendes Buch "Trost der armen Seelen", das nichts gegen die Glaubens- und Sittenlehre unserer heiligen Kirche enthält, verdient seines salbungsvollen Inhaltes wegen der Andacht des gläubigen Volkes empfohlen zu werden."

Kleine Kostprobe:

"Es ist eine allgemeine Meinung der Gottesgelehrten, dass das Weihwasser, im Glauben und mit reumütigem Gebete angewendet, die lässlichen Sünden austilge; und weil die armen Seelen für solche leiden, so läßt sich leicht einsehen, daß dieses auch eine sehr heilsame Kraft für sie haben müsse. Ferner ist dasselbe vermöge der Kraft, die ihm durch die Anrufung des göttlichen Namens und durch die kirchlichen Gebete und Beschwörung der Teufel verliehen ist, ein starkes Mittel wider diese bösen Geister, deren Anfeindungen jene häufig ausgesetzt sind. Welch großen Wert endlich die Kirche auf den Gebrauch desselben zum Trost der leidenden Seelen setze, giebt sie selbst dadurch zu erkennen, daß sie sich fast in allen ihren Gebräuchen und Andachtsübungen zu deren Hilfe desselben vielfach bedient. 'Gleichwie ein milder Regen,' sagt der heilige Deodat im Leben der Altväter, 'die von der Sonnenhitze verwelkten Blumen erfrischt, ebenso erquickt das Weihwasser die im Fegfeuer brennenden armen Seelen.' Auch erzählt ein Theatiner, P. Felix Fossa, ein Priester, der erschienen sei, habe gesagt: 'Wo die Orte, in denen unsere Leiber ruhen, mit Weihwasser besprengt werden, empfinden wir eine solche Erleichterung, als wenn wir schon ins Paradies versetzt wären.' Deswegen spricht auch der Priester bei Besprengung des Leichnams mit Weihwasser: 'Es erquicke Gott deine Seele mit dem Tau des Himmels!' Sehr erbauend ist daher an vielen Orten die Sitte des frommen Volkes, diese himmlische Labung den lieben Toten bei allen Kirchhofbesuchen zukommen zu lassen. Es besteht deshalb dort auf den Kirchhöfen Weihwasser stets bereit."

Mir gestand ein Mesner, er fülle einfach Wasser nach, wenn das Weihwasser ausgegangen wäre - ich möge dies aber nicht den alten Weibern erzählen.

Im genannten Armen Seelen Buch gibt es noch viele Tröstungen, die einem eine Gänsehaut bekommen lassen. Besonders interessant ist:

"Man soll bei Stiftungen und anderen Leistungen, die man zum Troste einer Seele zu machen gedenkt, die nötigen Anordnungen selbst treffen, und sich dafür nicht  auf die Erben verlassen. ... Aus Saumseligkeit ist es aber schon oft geschehen, dass Stiftungsbriefe verlegt wurden. Man überlegt nicht, welch schreckliche Folgen solch eine strafbare Nachlässigkeit hat; denn auf diese Weise kann eine Stiftung aufhören, die vielleicht bis an das Ende der Welt fortgedauert hätte, und diejenigen, welche, sei es aus Nachlässigkeit oder Bosheit, Ursache davon sind, rauben dadurch den armen Seelen, die im Fegfeuer brennen, einen Beistand, der immer fortgedauert hätte. Man kann sich keine größere Grausamkeit denken. ... 'Freilich', sagt hier Boudou, 'wird oft ein so grausamen Verfahren zu einer gerechten Strafe von Gott verhängt, entweder um eine so sündhafte Nachlässigkeit zu züchtigen, oder um die Ungerechtigkeit solcher zu bestrafen, die sich ebenso gegen andere betragen haben. Unterdessen schmachten solche Unglückliche im Feuer, die doch Geld und Güter genug hinterlassen..... Ich habe einen Geistlichen gekannt, der viel Geld und Gut zusammengehäuft hatte; allein nach seinem Tode bestattete man ihn unziemlich, und als ein Jahr verflossen war, beschlossen seine Erben mit Stimmenmehrheit, für ihn nicht einmal einen Trauergottesdienst halten zu lassen."

Im Klartext: zu Lebzeiten Stiftungen an die Kirche machen!!! Auch das Meßopfer hilft!?:

"Die heiligen Väter sprechen sich vielfach voll Eifer über die unermeßliche Wirkung des heiligen Meßopfers auf die Abgestorbenen aus. Der heilige Cyrillus von Jerusalem sagt, wo er denen, die von ihm im Christentume unterrichtet wurden, mehrere Stellen der Meßordnung erklärt, daß wir darin für unsere Väter und überhaupt für alle Verstorbenen in der zuversichtlichen Hoffnung beten, daß ihnen durch die Gebete, die man im heiligen Opfer für sie darbringe, große Linderung zu teil werde. Sehr schön sagt auch ein frommer Schriftsteller unserer Zeit: 'Das heilige Meßopfer ist Gott weit angenehmer, als wenn wir Ihm tausend Welten zum Opfer brächten, die alle mit Seraphinen angefüllt wären: Was sind auch Welten voll Seraphinen im Vergleich mit Jesus, dem eingebornen, geliebten Sohne Gottes? Und giebt es wohl etwas, das wir durch Jesus und durch seine Vermittelung bei Gott nicht erhalten könnten? "

Das Meßopfer - also die unblutige Erneuerung der Kreuzigung Christi ist ein ungeheurlicher Priesterbetrug und eine Beleidigung Gottes. Aber die sonntägliche Messe wurde zur Pflicht gemacht..  In Großmutters  Gebetbuch kommt auch die hl. Brigitta vor. Die Stelle lautet:

"Um den großen Wert der heiligen Ablässe, welche fürbittweise den armen Seelen geschenkt werden können, abzuschätzen, darf man nur erwägen, was sie sind, nämlich eine Zueignung der Genugthuungen Jesu Christi. ... Nichts giebt übrigens einen deutlicheren Begriff von dem Werte der Ablässe, als die eigenen Worte unseres Herrn, die er einst durch die heilige Brigitta, wie wir in ihren Offenbarungen lesen, einer frommen Frau in Rom, die eben über den großen Wert der an den Besuch der heiligen Orte dieser Stadt geknüpften Ablässe nachdachte, in betreff derselben melden ließ:

'Sage dieser Frau,' sprach Er zu jener Heiligen, 'daß die Ablässe der Kirchen der Stadt Rom bei Gott wertvoller sind, als man glaubt; denn wenn sich auch ein Mensch tausendmal für Gott töten lassen könnte, so würde er doch dadurch allein noch nicht der geringsten Herrlichkeit würdig, die den Heiligen gegeben wird. Während für die unendliche Beleidigung Gottes, für unendliche Sünden, unendliche Strafen gebühren, für die es dem Menschen unmöglich ist, genugzuthun, selbst wenn er Jahrtausende lebte, so werden dagegen durch die Abläse viele und schwere Strafen nachgelassen und sehr grosse in sehr geringe verändert werden, so daß diejenigen, die bei vollkommener Liebe und vollkommener Reue nach dem Empfange der heiligen Ablässe aus dieser Welt abscheiden, auch von ihren Strafen losgesprochen werden...'

Das sollen die eigenen Worte unseres Herrn - geoffenbart an die heilige Brigitta - gewesen sein???

Falls Luther dies gelesen hat, dann wundert mich nicht, dass er nur mehr das Neue Testament und keine weiteren Offenbarungen gelten ließ. Luther war ein Erleuchteter seiner Zeit, doch das geistige Verständnis ist fortgeschritten und heute verstehen viele Menschen durchaus, was Gott durch die echten Propheten der Neuzeit sagen wollte.

Mit besten Wünschen und Grüssen

Ihre Traudy Rinderer

Anno domini 2009 am 1. Februar