Gelobt sei Jesus Christus!

In vielen Büchern habe ich über den "göttlichen Funken" gelesen, aber ich kann mich nicht erinnern, darüber im Religionsunterricht oder bei einer Predigt etwas vernommen zu haben. Das nenne ich eine Unterlassungssünde! Auch ist mir aufgefallen, dass man erst bei Begräbnissen vom "Tempel Gottes", der der Verstobene war, hört. Warum nicht schon früher?

Lassen wir wieder mal die Bertha Dudde zu Wort kommen. Am 26. Oktober 1954 empfing sie folgenden Text:

"Ihr traget alle den göttlichen Funken in euch, der euer Führer im Erdenleben sein will, wenn ihr nur ihm das Recht dazu einräumt, wenn ihr es ihm ermöglicht, dass er sich äußert und euch belehrt. Es ist kein Mensch auf sich selbst angewiesen - es hat ein jeder Meine Unterstützung zu erwarten. Ein jeder braucht sich nur mit MIR zu verbinden, und ICH wirke dann auf den Menschen ein durch Meinen Geist.

Ihr seid zwar untrennbar mit MIR von Anbeginn verbunden, eben durch jenen Geistesfunken, den ihr in euch berget und der ein Anteil ist Meines Vatergeistes - also ständig mit MIR in Zusammenhang steht. Doch er verhält sich still, solange ihr nicht bewußt euch seiner Führung überlaßt - solange ihr noch euch absondert von MIR in Gedanken und in eurem Wesen.

Und so liegt es an euch selbst, ob ihr euch als Mein Anteil   f ü h l t ,   ob ihr zu MIR das rechte Verhältnis herstellt - das Verhältnis eines Kindes zum Vater oder des Geschöpfes zu seinem Gott und Schöpfer - , es liegt an euch, ob ihr euch von MIR lenken und beraten laßt.

Schon die Anerkennung, MIR als euerm Schöpfer von Ewigkeit unterstellt zu sein, ist ein Schritt der Annäherung an MICH - der euch sicher auch dahin führen wird, dass ihr MICH einmal als euern VATER erkennt und anstrebt; denn ihr gestattet dann schon Meinem Geistfunken in euch, dass er auf euch einwirkt, dass er euch warnt, und mahnt das Böse zu unterlassen und das Gute zu tun.

ICH kann dann schon mit euch reden durch den Geist, sowie ihr MICH nur anerkennt. Und immer liebevoller werden dann Meine Worte sein - immer mehr Liebe erzeugen wird der Einfluß Meines Gottesgeistes, je mehr ihr in MIR euern VATER erkennt und nun als MEINE Kinder auch gehorsam der inneren Stimme folgt, die euch wahrlich nur zu euerm Vorteil belehrt.

Die Verbindung mit MIR besteht zwar stets und ständig, doch ob sie euch bewußt wird, das liegt bei euch selbst. Sowie eure Gedanken sich im Gebet zu MIR erheben, stellt ihr auch bewußt die Verbindung mit MIR her - und nun kann ICH wirken in euch durch MEINEN Geist.

Und so steht kein Mensch isoliert von MIR in der Schöpfung, wenn er selbst nicht diese Isolierung vorzieht. Wendet er sich selbst von MIR ab - glaubt er sich frei von jeglicher Bindung mit der ihn geschaffen habenden Macht, so ist er auch isoliert, und er wird von MIR aus nicht beeinflußt. Dann schlummert der göttliche Funke in ihm - er gibt sich in keiner Weise kund, denn der freie Wille des Menschen wird nicht angetastet.

Es wird der Mensch nicht bestimmt in seiner Einstellung zu MIR - er muß von selbst die Bindung herstellen, will er den Segen einer solchen Verbindung erfahren - die unwiderruflich zur Vollendung führt.   Amen"

Selbstredend gibt es auch bei Lorber viele Stellen, die den göttlichen Funken behandeln. So z.B.:

"In der Seele wohnt der reine Funke des Geistes Gottes, aus dem sie ein rechtes Bewußtsein ihrer selbst und der göttlichen Ordnung in der Stimme des Gewissens überkommt."   Gr. Ev. II, 210,3

"Der geistige Gottlebensfunke ist besonders stark und gottähnlich im Menschen vorhanden; dadurch kann der Mensch vernünftig und verständig werden, hat eine Sprache und kann Gott als seinen Schöpfer anfangs ahnen und später immer reiner erkennen, lieben und dann seinen eigenen Willen dem erkannten göttlichen völlig unterordnen."   Gr. Ev. VI, 32,6

Jesus zu den drei Hauptjüngern auf dem Berge Tabor: "Der Geist, von dem Ich sage, dass er euer Geist sei, ist eben Mein Geist in euch und weiß um alle Dinge und Verhältnisse wie Ich selbst und kann euch in alle Weisheit leiten. Aber jetzt ist er in euch noch nicht wach und vollwirkend; d. h. er ist zwar für sich wach und wirkend, aber sein Wachsein und Wirken ist für euch wie noch etwas Fremdes und euch nicht Angehöriges, weil eure Seele noch nicht rein genug ist, um sich mit Meinem Geiste völlig zu einen."   Gr. Ev. V, 236,10

"Nach der Einlegung des Geistes ins Herz der Seele, was bei einigen Kindern früher, bei anderen später geschieht, bei vielen drei Tage vor der Geburt, wird der Leib schneller ausgereift, und die Geburt kann vor sich gehen."   Ed., Kap. 51,7

"Jeder Mensch, der auf eurer Erde geboren wird, bekommt einen Geist aus Mir und kann dadurch nach der vorgeschriebenen Ordnung die vollkommene Kindschaft Gottes erhalten. Auf den anderen Weltkörpern aber bekommen die Menschen einen Geist aus den Engeln."   Ed., Kap. 53, 12-13

"Wie eine Menschenseele aus vielen Kreaturseelen zusammengefügt wird, so wird sie auch mit ihrem jenseitigen Geiste verbunden, welcher der eigentliche Erwecker, Fortführer, Bildner und Erhalter der Naturseelen bis zur Menschenseele ist, die dann erst in ihre volle Freiheitssphäre tritt und sich selbst in moralischer Hinsicht fortzubilden imstande ist. Wenn die Seele sich bis zu einem gewissen Grade der geistigen Vollkommenheit erhoben hat, dann vereinigt sich ihr jenseitiger Licht- und Liebegeist mit ihr, und der ganze Mensch beginnt von da an, Gott in allem ähnlicher zu werden."   Gr. Ev. X, 184, 5-6

Es war schon in der Schule so. Ich habe zu Lernendes immer am besten verstanden, wenn ich es abgeschrieben habe und muß grad dankbar sein, dass ich Ihnen diese Briefe schreibe. Es wäre wirklich wichtig, den Menschen zu sagen, dass jedes Kind - manchmal schon vor der Geburt - einen göttlichen Funken bekommt. Da könnte doch keine Frau mehr sagen: "Mein Bauch gehört mir!"

Und wie viele fragen sich, ob es auch auf anderen Planeten Menschen gibt. Es gibt sie - allerdings nur mit einem Engelsgeist. Die wahre Kindschaft Gottes kann nur auf dieser Erde erreicht werden und daher ist das Leben meist nicht einfach. Doch wie erwähnt, mit dem "göttlichen Funken" kann jeder göttliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Mit besten Wünschen und Grüssen

Ihre Traudy Rinderer

Anno domini 2009 am 21. März