Gelobt sei Jesus Christus!

Viele Menschen lassen Jesus einen guten Mann sein, haben jedoch Probleme mit ihm, da sie annehmen, dass sie seinetwegen ihren Wohlstand aufgeben müssen. Auch zu diesem Thema gibt es direkte Aussagen:

"Dass die Güter dieser Erde sehr ungleich verteilt sind, so dass es Reiche und Arme gibt, ist der weise Wille Gottes. Denn dadurch, dass Gott die Menschen mit sehr verschiedenen Gütern, Gaben und Fähigkeiten ausgestattet hat, ist ein Mensch dem anderen ein unerläßliches Bedürfnis. Der Reiche ist gewöhnlich für eine schwere und doch höchst notwendige Arbeit, nicht sehr geeignet und willig, aber er hat eine Freude daran, nach seinem Wissen und seinen Erfahrungen die Arbeiten seiner Knechte und Mägde anzuordnen. Diese dienen dann dem Reichen um den bedungenen Lohn. - Ebenso braucht der reiche Besitzer allerlei Handwerker, wie Schmiede, Zimmerleute, Maurer und noch viele andere mehr. So lebt einer von dem andern, weil einer dem andern dient. Und nur auf diese Art kann das Menschengeschlecht auf der Erde bestehen und erhalten werden!"   Gr. Ev. VII, 37, 1-4

"Ich eifere nicht gegen den gerechten und wohltätigen Handelsverkehr zwischen den Menschen; - denn so will Ich es ja selbst haben, dass ein Mensch von dem andern in gewisser Beziehung abhängen soll, und da ist ein gerechter Verkehr unter den Menschen in der Ordnung der Nächstenliebe! Aber das wirst du wohl einsehen, dass Ich dem lieblosen Wucher kein lobend Wort reden kann! Der redliche Kaufmann soll für seine Mühe und Arbeit seinen entsprechenden Lohn haben, aber er soll nicht für 10 Groschen 100 Groschen und noch mehr gewinnen wollen! Ich verdamme den Wucher, aber nicht den notwendigen, rechtlichen Handel und Verkehr!"   Gr. Ev. VII, 6,6

Auf die Frage reicher Pharisäer: 'Herr und Meister, siehe, Deine Freunde Lazarus, Nikodemus und Joseph von Arimathia sind doch um vieles reicher als wir! Warum verlangst Du von ihnen nicht das, was Du von uns (Aufgeben aller irdischen Güter) verlangst?!' antwortete Jesus:

"Zwischen ihren und euren Gütern ist ein himmelgroßer Unterschied! Ihre Güter sind streng gerechte Stammgüter, und die darin enthaltenen königlichen Schätze sind das Ergebnis eines wahren, uneigennützigen Fleißes und des Segens aus den Himmeln Gottes. Zugleich sind die drei Genannten nun fast die einzigen Unterstützer der vielen Tausende, die durch euer gottloses Treiben und Gebahren arm und elend geworden sind. Sie sind somit die wahren Sachwalter Gottes auf Erden über die ihnen anvertrauten Güter und betrachten diese als ein Geschenk von oben, das sie zur Versorgung vieler Armer zu verwalten haben. - Ist das auch mit euren zusammengeraubten Gütern der Fall?! Und konnte Gott solche eure Güter je segnen?! Ja, der Segen der Hölle ruht darauf, aber der Segen Gottes nimmermehr! - Zu solchen weltreichen Menschen wie ihr sage Ich in Meiner göttlichen Macht und Kraft: 'Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein solcher Reicher in das Reich Gottes.'"   Gr. Ev. VII, 157, 8, 9, 11

Anmerkung: Im Neuen Testament steht letzterer Satz ohne solcher - was eben ein Unterschied ist. Als Nadelöhr wurde eine enge Strassenstelle verstanden, wo sich Kamele schwer taten durchzukommen.

"Es wird nicht verlangt, dass ihr alle eure Habe an die Armen verteilen sollt, weil ihr Meine Jünger seid. Aber weise Verwalter des euch anvertrauten Vermögens sollet ihr sein, auf dass ihr die unverschuldet Armen nicht darben und schmachten lassen möget, wenn sie vor eure Türe kommen!"   Gr. Ev. IV, 97,5

"Wenn du Wohltaten an den Armen übst, da tue solches im Verborgenen mit aller Freundlichkeit und zeige es nicht der Welt; denn der Vater im Himmel sieht es, und des freundlichen Gebers Gabe wird Ihm angenehm sein. Er wird sie dem Geber sersetzen hundertfach. - Wer aber mit seinem Wohltun nur vor der Welt prunken will, der hat sich seinen Weltlohn schon genommen und hat fürder keinen mehr zu erwarten."   Gr. Ev. III, 112, 6-7

"Ihr habt Arme in eurer Stadt; denen erweist Gutes und denket, dass auch die Armen Menschen und eure Erdenbrüder sind! Seid nicht karg gegen sie und gebet ihnen gern von eurem großen Überflusse, und ihr werdet eure Gegend dadurch am wirksamsten vor Dieben und Räubern sichern."   Gr. Ev. VI, 116,8

"Was jemand den Armen tut in Meinem Namen, das werde Ich annehmen, als hätte er es Mir getan, und Ich werde ihn segnen hier und drüben! Wer aber nur für sich und seine Kinder arbeitet und sorgt und sich auch nicht scheut, ungerechtes Gut an sich zu ziehen, der wird keinen Segen von Mir zu erwarten haben, und jenseit wird er vor Mir nicht bestehen!"   Gr. Ev. VI, 227,7

"Ich bin nicht nur ein Freund der Armen, sondern auch ein Freund der Reichen, wenn sie ihren Reichtum nach der wahren Absicht Gottes gebrauchen. Wer reich ist, der tue also, und er wird leben!"   Gr. Ev. VI, 227,10

"Jeder irdisch reiche Mensch, der mehr Güter und Geld besitzt, als notwendig ist zu seinem irdischen Lebensunterhalt, ist Mir gegenüber, der Ich allein der wahre Herr aller Güter bin, ein ungerechter Haushalter, und die Güter, die er sein nennt, sind ein ungerechter Mammon. Wenn er aber mit seinen ungerechten Reichtümern reichlich der Armen gedenkt, dann wird er sich durch die vielen beteilten Armen Freunde machen, und wenn er nackt und verlassen zu ihnen in Mein Reich kommt, so werden sie sich seiner erbarmen und ihm sein gutes Werk reichlich vergelten."   Gr. Ev. X, 216, 5-6

"Reich sein auf dieser Erde und für sich nur soviel verwenden, wie man zur Erhaltung seiner selbst nötig braucht, also karg sein gegen sich, um desto freigiebiger gegen die Armen sein zu können, dies ist die größte Gottähnlichkeit schon im Fleische dieser Erde. Je größer diese wahre Gottähnlichkeit bei einem Menschen ist, desto mehr Segen und Gnade fließen ihm auch stets aus den Himmeln zu!"   Gr. Ev. III, 192,11

"Leget in euren Häusern Pflanzschulen für arme Kinder an, und ihr sollet mit allem Segen überschüttet werden! Aber wenn ihr arme, hungrige Kindlein von euch weiset und sie angrollt, dann wird der Segen von euren Häusern also weichen wie der sterbende Tag vor der Nacht!"   Gr. Ev. II, 68,7

"Ein hilfloses Kind ist bettelarm, denn es ist arm am Geiste, an leiblichen Kräften und an Besitztümern. Darum sage Ich euch und durch euch allen Menschen, denen dieses Evangelium gepredigt wird: Wer ein solches Kind aufnimmt in Meinem Namen, der nimmt Mich auf, und hat er Mich in aller Liebe aufgenommen, so hat er auch den Vater im Himmel aufgenommen, und in seinem Hause wird es an Segen nicht fehlen."   Gr. Ev. V, 246, 9-10

"Es wäre nicht gut, den Menschen so zu stellen, dass er ganz versorgt wäre dem Leibe nach; denn dadurch würde er am Ende so träge werden, dass er sich um nichts mehr kümmern würde. Die Seele würde in der sorglosen Ruhe des Leibes mitruhen, da auch in ihr ursprünglich der Hang zur Untätigkeit überwiegend vorhanden ist."   Gr. Ev. II, 212,4

"In jeder Seele lebt ein Hoheitsgefühl und darin der Keim zum Hochmut. Darum ist auf dieser Erde die Armut vor der Wohlhabenheit der Menschen so überwiegend groß, um dadurch den Hochmut stets am scharfen Zügel zu halten. - Setze einem Bettler eine Königskrone auf, und du wirst dich überzeugen, wie seine frühere Demut und Geduld alsbald verdampft!"   Gr. Ev. IV, 83, 1-2

"Wahrlich, auch ein Trunk frischen Wassers, den eure Liebe einem Durstigen dargereicht hat, wird bei Mir Belohnung finden! Wenn die Menschen alle so miteinander lebten undnach dem ihnen schon oft geoffenbarten Willen und Rate Gottes täten, so würden niemals Not, Bedrängnis und Trübsal unter ihnen entstehen! Alles Elend bereiten sich die Menschen selbst durch ihren bösen Wuchergeist. Zuerst leiden die Kleinen und Armen, dann aber kommt es tausend Male ärger über die Großen und Mächtigen; denn sie sind durch ihren Wuchersinn und durch ihre große Herrschsucht Diebe und Räuber der Völker und haben darum auch von Mir den verdienten Lohn zu gewärtigen."   Gr. Ev. IX, 101, 5-6

Im letzten Zitat ersehe ich einen Hinweis auf die jetzige Finanzkrise. Die Rechnung der Spekulanten ist nicht aufgegangen. Am besten wäre wohl, sich schleunigst an die Gebote und Empfehlungen des Herrn zu halten.

Da gäbe es wohl auch im Vatikan einiges zu tun! So wären in den Kellergeschossen viele wertvolle Einrichtungsgegenstände früherer Päpste. Diese würden gewiss hohe Preis im Antiquitätenhandel erzielen und so ist es schade, sie nur verstauben zu lassen. Das würden positive Schlagzeilen bringen, wenn man im Vatikan beginnen würde auf Luxeriöses zugunsten der Armen zu verzichten. Diesem guten Beispiel würden andere folgen und viel Elend auf der Welt könnte gemildert werden. Es ist doch echt ein Skandal, dass es noch immer so viel hungernde Menschen gibt, denen es am Nötigsten fehlt und andere wissen nicht, wie sie ihr Geld anlegen sollen. Ein weiteres großes Ärgernis sind die Rüstungsausgaben, die ja auch in Brot  für die Welt umgesetzt werden könnten. Auch hier würden Sie ein gutes Werk tun, wenn Sie die Mächtigen immer wieder daran erinnern. Vergelt's Gott!

Mit besten Wünschen und Grüssen

Ihre Traudy Rinderer

Anno domini 2009 am 16. März